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Call Gustav, Herr auf Nischwitz, wurde 1713 kön. poln. und luir-sächs. Kammerherr und 1725 Oberst-Stallmeister und starb 1729mit Hinterlassung eines Sohnes, Gallus Maximilian, kön. poln. undkursächsischen Höfmarschalls bei dem Kurprinzen, welcher sich mitFranciska Henriette Friederike Gräfin v. Flennningf vermählte, auswelcher Ehe ein einziger Sohn, Johann Carl Gustav, entspross,welcher, mit einer Freiin v. Bülow vermählt, ohne Kinder starbund die sächsische Linie schloss. — Moritzs jüngerer Sohn, deroben genannte Christoph Erasmus, gel). 1638, gest. 1703, kurplälz.Kammerherr, folgte seinem Oheime, dem Freiherrn Gallus, im Be-sitze der Herrschaft Pernegg und setzte den Stamm dauernd fort.Durch Vermählung mit Maria Elisabeth v. Geizkoffler erlangte der-selbe die Herrschaften Heinsheim, Bergweiler und Sonnendorf undwurde durch den Besitz derselben Mitglied der reichsfreien schwä-bischen Ritterschaft des Cantons Kocher. Von dem Sohne dessel-ben, Philipp Friedrich Wilhelm, geh. 1676, gest. 1737, k. k. Rathund Canton Kocherschem Ritterrathe, stammten aus zweiter Ehe mitJohanna Charlotte Schade v. der Salwey zwei Söhne, von welchender jüngere, Johann Gustav, geb. 1727, gest. 1764, vermählt mitJuliane v. Adelsheini, durch seine beiden Sühne, Carl Friedrich,geb. 1756, und Eugen Christoph, geh. 1759, gest. 1815, nächsterStammvater zweier jetzt in Raden und Württemberg blühenden Li-nien geworden ist. Die Linie in Raden umfasst die Nachkommen-schaft des Freiherrn Carl Friedrich, ist also die ältere und nicht,wie Cast sagt, die jüngere Linie, die Linie in Württemberg aberbesteht aus der Nachkommenschaft des Freiherrn Eugen Christophund ist somit die jüngere Linie. Der Linie in Baden steht (1845)die Grundherrschaft Heinsheim mit Scliloss Ehrenberg bei Mosbachim Amtsbezirke Neudenau, der Linie in Württemberg aber dasRittergut Laibach im Oberamte Künzelsau zu. In die Adelsmatrikeldes Königreichs Bayern (s. oben v. Lang) waren die beiden Brüder,Carl Friedrich und Eugen Christoph (s. oben), eingetragen.
v. Ramel.
Schild ipier gelbeilt: oben in Roth ein sechsstrahligcr, golde-ner Stern, unten von Gold und Schwarz in vier Reihen, jede zuacht Feldern, geschacht. Auf dem Schilde steht ein gekrönter