Druckschrift 
3 (1856)
Entstehung
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wachsender, vorwärts- und rechtssehender, gekrönter, blau geklei-deter Mann, welcher mit beiden Händen einen gespannten Bogenmit einem Pfeile, dessen Spitze nach der rechten Oberecke desSchildes gerichtet ist, hält; 2 und 3 in Roth eine silberne Lilie.Auf dem Schilde steht ein gekrönter Ilelm, welcher den aus derWolke aufwachsenden Bogenschützen des 1. und 4. Feldes zwischeneinem offenen, rothen Adlerslluge trägt, dessen Flügel je mit derLilie des 2. und 3. Feldes belegt sind. Die Hehndecken sind rechtsblau und golden, links roth und silbern. Abdrücke von Petschaf-ten. Wappenb. d. Kgr. Hannover, F. 7. v. Braun, Braunschw.-Ltineb. Siegel-Cabinet, 2. Aufl., herausgegeben von Remer, Braun-schweig, 1789. Vorrede. Freih. v. d. Knesebeck, S. 229.Das Stammwappen giebt Siebmacher, V. 364: Die Praun, Kemp-tische ehrbare Patricier (der Mittelschild ist nicht vorhanden. DerBogenschütze ist rechts gekehrt und wächst anscheinend aus einemim Feldeslusse befindlichen weissen Dreihügel auf).

Braun schweig, Hannover. D. Michael Praun, kais. Rathzu Nürnberg, wurde vom Kaiser Leopold I., 21. Jan 1663, in denReichsadelsland erhoben. Ein Urenkel desselben, Georg SeptimusAndreas v. Praun, geb. 1701, gest. 1786, trat in herz, braunschw.Dienste und war erster Geheimrath, Präsident der Justiz-Canzlei,des Consistoriums und des Kriegs-Collegiums. Durch denselben istder Stamm in Braunschweig fortgepflanzt worden. Die hier inRede stehende Familie ist, wie sich z. B. aus der von dem Freih.v. d. Knesebeck dem Artikel: v. Praun beigefügten Literatur ergiebt,in welcher v. Lang und Siebenkees genannt werden, mit der gleich-namigen Nürnbergischen Adelsfamilie, welche ursprünglich aus Zürichstammte, 1363 nach Nürnberg kam und in der Person des SigmundChristoph Ferdinand Praun vom Kaiser Joseph IL, 3. Jan. 1789,das adelige Patriciat zu Nürnberg erhielt, verwechselt worden. Letz-tere Familie führt (Siebmacher, IL 163) in Silber einen schräglinksgelegten, oben und unten abgehauenen, auf jeder Seite zweimalgeasteten, braun-rothen Baumstamm, welcher drei grüne Blätter,zwei an der rechten, eins an der linken Seite, treibt. Aus demHelme wächst ein nach rechts gebogener, weiss bekleideter Armempor, welcher in der Hand den Baumstamm des Schildes querhält. Die Helmdecken sind roth und silbern. Tyroff, 1. 18, dasWappenb. d. Königr. Bayern, VII. 86 etc., legen den Baumstammschrägrechts, asten denselben links nur einmal und setzen an dierechte Seite ein Blatt, an die linke zwei. Der Helm ist mit einem