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Melchior v. Osterhausen, 16. Nov. 1625, sieht dann auf Siebmacherund Rudolphi und giebt zuletzt das Wappen nach einem in Farbengestochenen Petschafte an. Die Stammbuchszeichnung zeigte einenvon Roth, Stahlgrau und Silber schrägrechts getheilten Schild. Aufdein Helme stand über einem rotli-silbernen Wulste eine grosse,gefüllte, goldene Rose mit rothem Saamen und grünen Rauschen,und die Ilehndecken waren silbern und roth. Der Abdruck desPetschaftes ergab im rothen Felde einen schräglinken, silbernenRaiken, und der Helm war gekrönt). — Knaulh, S. 545 u. 546.— Gotha diplomatica, No. 61. — Gauhe, I. S. 1557— 1559. —Zedier, XXV. S. 2279—2281. — v. Hellbach, II. S. 194.
Sachsen. Altes, sächsisches, in Thüringen, so wie in Meissen,und zwar, wie Knauth angieht, in Pirnaischer und Pegauer Pllegeansehnlich begütert gewesenes Adelsgeschlecht. — v. Gleichenstein,Gotha diplom., beginnt die ordentliche Stammreihe des Geschlechtsmit Melchior v. Osterhausen, Herrn zu Gatterstädt, welcher nochzu Ausgange des 15. Jahrhunderts lebte. Von dem Sohne dessel-ben, Thilo, stammte Hans (I.), von dessen Söhnen Hans Georg,Herr auf Kreipitzsch, Rudelsburg, Gleina und Gatterstädt, kursächs.Rittmeister, und Hans (II.), kursächs. Oberst zu Rosse, den Stammmehrfach fortpflanzten, wie v. Gleichenstein, Gauhe, Val. König etc.bis zu Anfange des 18. Jahrhunderts angehen. Um letztere Zeitwar der Stamm noch reich an jungen Sprossen, von welchen nurdie Namen angegeben werden konnten. Die Vorfahren der Letz-teren waren in Ilof- und Staatsdiensten der Kur Sachsen und derHerzüge der sächsischen Lande Ernestinischer Linie zu hohen Eh-renstellen und Würden gelangt. Ausser den Gliedern der Familie,welche in der von den genannten Schriftstellern gegebenen Stamm-reihe vorkommen, finden sich in der zweiten Hälfte des 16. undim 17. Jahrhunderte mehrere Sprossen des Geschlechts ebenfallsin kur- und herzog], sächsischen Diensten vor, über deren genea-logische Verhältnisse Genaues nicht anzugeben ist, da die Urkun-den des Geschlechts, wie hei so vielen alten Familien, meist ver-loren gegangen und nicht auf das 18. Jahrhundert gekommen sind.Gekannt wurde früher der Name des Geschlechts besonders durchChristian v. Osterhausen, Gross-Prior des Malteserordens in Dacien,welcher 1650 eine Reschreihung des genannten Ordens herausge-geben hat. Derselbe war früher kursächs. Hofmarschall. — Ohund wie von den oben angeführten jungen Sprossen der Stammfortgepflanzt worden sei, ist nicht aufzufinden. Abdrücke von Pet-