Sprossen derselben in einem Treffen inil den Saracenen mit solchenIlaken den Feind in die Flucht geschlagen, während eine anderesolche Sage angieht, dass zur Zeit Kaisers Carl des Grossen zweiBrüder dieses Geschlechts einige mit Mannschaft angefüllte sarace-nische Schilfe durch solche Haken an sich gezogen und versenkthätten. — Das Geschlecht blühte im 14. Jahrhunderte in Schlesienschon in grossem Ansehen, und Petrus v. Oppeln war um 1362Bischof zu Lebus. Im Laufe der Zeit erlangte dasselbe im War-tenbergischen, Oelsischen, Freistadtischen und Jauerschen bedeuten-den Grundbesitz und kam, begütert im Jauerschen, noch im vorigenJahrhunderte vor. In Oesterreich kommen zuerst Johann Christophv. Oppl, Herr zu Zeissen und Redlein, welcher 1596 als Oberst-Lieutenant der Stadt-Garde zu Wien starb, so wie Johann v. Oppl,der Aeltere, Herr auf Petersdorf und Neudorf vor. Mit Letzterembeginnt die Stammreihe der österreichischen Linie, welche bis Aus-gang des 17. Jahrhunderts bekannt ist. — In Sachsen gehören zuder hier abgehandelten Familie, wie das Wappen ergiebt, CarlFriedrich Gustav v. Oppcll, geb. 1795 zu Cunnersdorf bei König-stein, k. sächs. General-Major und Staatsminister, Minister desKriegs a. D. (seit 1848) etc., und Hans Heinrich v. Oppell, geb.1796 zu Wachau bei Radeberg, k. sächs. Oberst der Reiterei a. D.(seit 1849). Von Ersterera stammt Carl v. Oppell, lt. sächsischerOber-Lieutenant in der Jägerbrigade.
V. Oppen.
Im blauen Schilde ein dasselbe ganz überziehendes, silbernesAndreaskreuz, welches in der Mitte mit einer sechsblätterigen, ge-lullten Rose belegt ist. Auf dem Helme steht ein blauer Spitzhutmit silbernem Aufschlage, welcher von einem unten in dem Auf-schlage sich verlierenden Kranze von rothen und silbernen Kugelnumzogen und oben mit einem die Horner nach oben kehrenden,silbernen Halbmonde mit Gesiebt belegt ist, auf welchem letzterenein grüner Pfauenschweif mit drei (2 und l) Spiegeln steht. DieIlelmdecken sind blau und silbern. — Siebmacher, I. 167: v. Op-pen, Sächsisch. Die „Declaration" giebt das Andreaskreuz alsweisses Kreuz und sagt von dem den Spitzhut umziehenden Kranze:die „Kürner" roth und weiss. — Bei den mehrfachen Varianten,