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3 (1856)
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schlechter ergehen. Die liier in Rede stehende fränkische Familiev. Münster, in welche später (s. unten) der Freiherrenstand kam,führt, wie ohen erwähnt, in Blau zwei von Roth und Silber mitgewechselten Farben quer gelheilte Adlersfltigel etc., die westphäli-sclic Familie aber, nach v. Steinen, II. Tab. 61 No. 2, v. Meding,I. S. 403 etc., einen von Roth und Gold quer getheilten Schildohne Rihl, und auf dem gekrönten Helme zwei, wie der Schild, ge-theilte Rillleishorner (und zwar eigentlich ohne Mündungen). Dieletztere Familie, welche ebenfalls den Freiherrenstand erlangte,schrieb sich, so viel bekannt ist, bis zur Erbebung in den Reichs-grafenstand, welche 1792 erfolgte, meist Monster, hat aber imGrafenstande die Schreibart Münster angenommen. Das Stamm-wappen, der von Roth und Gold quer getheilte, ledige Schild undder angeführte Helmsclnüuck, die Riiffelshürner, kommen (s. DeutscheGrafenhäuser der Gcgenw., II. S. 145 u. 146) in den Wappen allerdrei Iläuser der Grafen v. Münster vor. Die fränkische Familiev. Münster gehörte früher durch ihre Besitzungen zu der reichs-freien Ritterschaft im Canton Rhön-Werra und im Cantori Steiger-wald, und der Name derselben ist, nach bekannter Weise, unterdie Genossen der Turniere von 969, 1080 und 1235 gesetzt wor-den. Bucelini beginnt die ordentliche Stammreihe mit einem Ano-nymus, welcher um 1410 lebte, und giebl denselben als Acllervalerdes Valentin v. Münster, fürsll. Hofmarschalls zu Würzburg, undzwar mit Angabe des Jahres 1556. Der Enkel desselben, Lauren-tius, Herr auf Breitenloe (Breitenlohe), starb 1626 als markgräfl.branden!». Hauptmann. Vom Sohne desselben, Eberhard, welcherum 1660 lebte, stammte Johann Erich, welcher noch 1705 alsfürstbischöfl. würzburg. Geh. Rath vorkommt und vom Kaiser Leo-pold I., 23. Febr. 1686, in den Freiherren stand erhoben wordenwar. Von den Nachkommen des Letzteren wurde Philipp Freiherrv. Münster, Herr auf' Breitenloe, k. w. Rath, fürstbischöfl. würzburg.Geh. Rath und Ober-Amtmann zu Heidingsfeld, 1729 Ritterrath imSleigerwald. Nach den Angaben Einiger hatte sich das Geschlechtnur in die Linien zu Eyerbach und Rreitenloe geschieden, nachAnderen (heilten sich, 6. Juli 1671, die Sühne des oben genanntenEberhard (Erhard) v. Münster, Erhard Gustav, Lorenz Ludwig undHanno Eyricli (der oben angeführte erste Freiherr Johann Erich)in die väterlichen Güter, und durch dieselben entstanden vier Li-nien, die Eyerbacher, Rannunger, Kleinliebstädter und die Nieder-wern - Vassbichler und die Niederwern-Eyerbacher Linie. Bis zu