25 4
gcsl. 1698, Friedrich Wilhelm, gest. 1711, und Ferdinand, Bruderdes Herzogs Friedrich Casimir und letzter Herzog von Curland ausdem Hause Ivetteler, gest. 4. Mai 1737. — Aus der westindischenLinie des Geschlechts wurde Rüdiger (Rütger) v. Retteier vom Kai-ser Leopold I., 18. Dec. 1675, in den Reichsfreiherrenstand erho-hen, und Friedrich Wilhelm Freiherr v. Retteier, k. k. General-Major, gest. 1783, brachte den Grafenstand in die Familie. —Mehrere Sprossen des Geschlechts sind im Dienste der Kirche, sowie in Staats- und Mililairdienstcn zu hohen Würden gelangt, undunter den Mitgliedern der Domcapitel zu Hildesheim, Münster etc.kommt der Name der Familie mehrfach vor. — Die in Westphalenund am Niederrhein reich begüterte Familie gehört auch im König-reiche Hannover zu dem ritterschaftlichen Adel der osnabriickschenLandschaft.
von der Kettenburg, auch Freiherren.
Im silbernen Schilde eine rothe Burg mit drei Thürmen undeinem verschlossenen Thore. Der mittlere Thurm, niedriger als- dieSeiten!hiirme, ist ein Zinnenthurm, oben mit fünf Zinnen. Derselbesteht rechts und links durch eine nach oben zu mit einer rundenOeffnung und oben mit vier Zinnen versehenen Seitenmauer mitden beiden grösseren, spitzigen Seitenthürmen in Verbindung. Ausdem mittleren Zinnenthurme wachst eine vorwärtssehende, roth ge-kleidete Junglrau mit langem, herabhängendem Ilaare empor, welchein ihren Händen eine Kette hält, die vom Schlosse des Thoresdurch die. erwähnten Oeffnungen der Seitenmauer des mittlerenThurmes läuft, hinter den Zinnen der Seitenmauer wieder erscheintund zu den Händen der Jungfrau aufsteigt. Auf dem Schilde stehenzwei Helme. Der rechte, mit einer siebcnperligen Krone gekrönteHehn trägt, zwischen zwei von Silber und Roth mit gewechseltenFarben quer getheilten Büffelshörnern einen, auf einem Baumastemit zwei nach links hervorsprossenden Blättern stehenden, rechts-sehenden, weissen Vogel (Psittig) mit rothem, beringtem Halsbande,und auf dem linken, mit einem von Silber und Roth gewundenenWulste bedeckten llehne, steht ein oben mit fünf Zinnen versehe-ner, rother Thurm. Die Helmdecken sind roth und silbern. —Melden!». Wappenb., XXV. 92, und Abdrücke von Petschaften, von