Druckschrift 
3 (1856)
Entstehung
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geln gewachsene, weisse Gartenlilien, jede oben mit ihren dreigelben Samen, von welchen die mittlere und grössere aufrecht nachoben steht, die äusseren aber, welche etwas kleiner sind, sich jenach einer Seile kehren, und 4 in Gold ein einwärts gekehrter,gekrönter, rother Löwe mit offenem Rachen, rother ausgeschlagenerZunge und rückwärts Uber sich geworfenem Schweife, welcher zwi-schen den Vorderpranken eine fünfblätterige, weisse Rose mit fünfhervorragenden, grünen Blätlerspitzen und inwendig mit gelbenRutzen hält. Auf dem Schilde steht eine lünl'perlige, IreiherrlicheKrone, auf welcher sich drei gekrönte Helme erheben. Der mitt-lere Helm trägt den Adler des Mittelschildes mit dem genanntenGnadenhilde, der rechte die Oller des 1. Feldes mit dem Fische,und der linke den aufwachsenden Löwen des 4. Feldes mit derRose. Die Decken des mittleren Helmes sind schwarz und golden,die des rechten rolli und golden, und die des linken blau und sil-bern. Leupold, I. 3. S. 406 408, nach dem Diplome, dochfehlt unstreitig in den Angaben über den Mittelschild eine Zeile.

Wappenb. d. Oeslerr. Monarchie, X. 84. Schmutz, IL S. 62.

Megerle v. Mühlfeld, S. 58. v. Schönfeld, I. S. 148.- Gen.Taschenbuch d. freih. Häuser, 1848. S. 168170 (die Adler sindgekrönt, die Löwen doppelt geschweift), und 1856. S. 307 u. 308.

Oesterreich. Franz Joseph v. Hingenau, k. k. innerösterr.Gubernialrath zu Grütz, wurde vom Kaiser Carl VI., laut Diplomsd. d. Wien, 13. Juni 1736, in den erhländ.-österreichischen Frei-lierrenstand erhoben. Derselbe stammte aus einer Familie, in wel-che der Reichsadelstand schon im Anfange des 16. Jahrhundertsgekommen war: es wurde nämlich in denselben vom Kaiser Maxi-milian I., laut Diploms d. d. Cöln, 8. (5.) Oct. 1512, Max. GottliebHinck, wegen seiner geleisteten Kriegs-Reichskammergerichtsdiensteetc., unter Bestätigung und Verbesserung des anererbten Wappensund mit dem Prädicate: v. Hingenau, erhoben. Die Nachkommendes Max. Gottlieb v. Hingenau erwarben in dem Herzogthume Lim-burg Besitz und bekleideten in demselben adelige Würden, bis deroben genannte spätere Freiherr Franz Joseph sich in das Erzher-zogthum Oesterreich begab, in Steiermark ankaufte und 1735 indas ständische steiermärlusche Consortium eingeführt wurde. Vonden beiden Söhnen desselben aus erster Ebe mit Franziska v. Rai-mondi pflanzte der jüngere, Franz Xaver Gottlieb Freiherr v. Hin-genau, geb. 1721, gest. 1784, Herr auf Ottersbach und später Herrdes Fideicommisses Platzershof und St. Joseph, k. k. Landrechten-