188
s. oben. — Das v. Seebergsche Stammwappen giebt Siebmacher,III. 42-: v. Seeberg, Freiherren (die Seeblätter auf dem Balken imSchilde kehren die Stiele aufwärts. Der auf dem Helme stehende,die Sachsen rechts kehrende, geschlossene Adlersflug ist nur miteinem schrägrechten, silbernen Balken belegt. Die Frage, wie dasv. Seebergsche Wappen in das der Freiherren v. Giunpenberg ge-kommen sei, wird verschieden beantwortet. Einzinger v. Einzing,II. S. 308, meint, dass die Gumppcnberg dieses Wappen durchIleirath erhalten hätten, und dies ist auch das Wahrscheinlichste,v. Lang aber sagt, das Geschlecht habe früher Seeberg geheissenund habe, als es aus Bülimen nach Bayern gezogen, den NamenGumppcnberg angenommen. Hiernach wäre das v. SeebergscheWappen das Stammwappen. — Nachrichten über die Familie gebenferner: Wigul. Hund, S. 107—118. — Gaulle, I. S. 723 u. 724,nach Bucelini, Stennnat., P. IV. — Zedier, XI. S. I3S3 (die Schro-terhorner des Gümppenbergschen Wappens werden Handbeben ge-nannt). — v. Lang, S. 142—144. — v. Hellbach, I. S. 478.
Bayern. Georg v. Gumppenberg, Herr auf Püttmes, Erbmar-schall von Oberbayern und Vicedom in Straubing, wurde vom Kai-ser Maximilian IL, laut Diploms d. d. 5 ra o> 16- '' an - 1571, unterVermehrung des Wappens mit dem Wappen derer v. Seeberg inden Freiherrenstand erhoben. ■—- Altes, weit ausgebreitetes undreich begütertes, bayerisches Adclsgcschlecht, dessen gleichnamigesStannnschloss zwischen Augsburg und Neuburg hegt, und welches1411 das Erbland-Marschallamt in Oberbayern erlangt hat. DenUrsprung der Familie leiten Einige aus Bobinen und zwar von denHerren v. Seeberg ab, Andere aber nehmen, gestützt auf Urkunden,an, dass das Geschlecht unmittelbar von den Burgsassen der Gra-fen v. Vohburg an der Donau abstamme, von welchen Einer, Ililt-prant (Hildebrand), 1280 das Gut Pottmes kaufte. Von dem um1250 lebenden Vater dieses Hildebrands und Heinrichs, welcher1284 dem Turniere zu Regensburg beiwohnte, beginnt Bucelini dieStammreihe des Geschlechts. Von Hildebrand, welchen Spenerschon als Marschall von Gumppenberg aufführt, stammte Heinrich,kaiserl. Vicedom, und die Sühne desselben waren Heinrich II. undStephan. Von Erstercm stammten die Marschälle von Scherneck,welche im vierten Gliedc wieder erloschen, Letzterer aber setztemit seinen Nachkommen den Gümppenbergschen Stamm dauerndfort. — Von dem oben genannten ersten Freiherrn Georg stammtenvier Sühne, und zwei Enkel des ältesten dieser Sühne, des Hans