Druckschrift 
3 (1856)
Entstehung
Seite
186
Einzelbild herunterladen
 

186

einen offenen, schwarzen Adlersflug trägt. Die Ilehndecken sindrechts schwarz und golden, links blau und silbern. Abdrückevon Petschaften und handschriftliche Notizen.

Wappen derer v. Guaita in der preussischen Rheinprovinz.Schild quer getheilt: oben in Roth ein rechlssehender, gekrönter,goldener Adler mit rother ausgeschlagener Zunge; die untere Schil-deshälfte, welche an beiden Seiten und unten mit einer aus sieben-zehn wechselsweise schwarz und silbernen Stücken bestehendenBorte eingefasst ist, zeigt in Silber drei unter einander stehende,schwarze Sparren. Auf dem Schilde steht ein gekrönter Helm,welcher den Adler der oberen Schildeshälfte trägt. Die Helmdeckensind rechts roth und golden, links schwarz und silbern. Wap-pen!). d. Preuss. Rheinprovinz, I. XLVI1. 94 u. S. 47 (im Textesagt in einer Note der Herausgeber, der verewigte Bernd:dassWappen dieser Art zu den zusammengesetzten, oder vereinigten ge-hören, wird [wie auch geschehen] meine Lehre der Wappenwissen-schaft darlhun, und eben so, dass, um vollständig zu sein, hierdas untere Wappen auch oben den Bord vollständig haben müssle,wenn es nicht bloss die untere Hälfte eines mitten durch geschnit-tenen Wappens sein sollte, anstatt dessen oberer Hälfte das andereWappen oben angesetzt ist, was es ebenfalls auch sein könnte"). N. Preuss. Adelslexicon, V. S. 199. Freih. v. Ledebur, I.S. 297.

Frankfurt a. M. Ein ursprünglich mailändisches Adelsge-schlecht, dessen Stammvater, Matteo Guaita, um das Jahr 1678 ausdem Mailändischen nach Frankfurt a. M. gekommen ist. -- PeterStephan Anton v. Guaita, geb. 1772, gest. 1848, venu, mit LuiseCaroline Christiane v. Abel, ist der Gründer der nach ihm undseiner Gemahlin benannten Stephan- und Luise v. Guaitaschen Stif-tung zu Frankfurt a. M. (Versorgungs-Anstalt für hülfsbedtirftigealte Männer). Die rheinländische Familie v. Guaita ist der Adels-matrikel der preussischen Rheinprovinz in der Classe der Edelleuteunter No. 50 (Cornel v. Guaita und Geschwister, Aachen, 23. Juni1829) einverleibt. Ueber den genealogischen Zusammenhang der-selben mit der Frankfurter Familie ist Näheres nicht aufzufinden.Beide werden als Zweige eines Geschlechts genommen und dieseAnnahme kann die Heraldik in Folge der Wappen nur bestätigen.