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1011 dem zu Ravensburg beigewohnt liaben, lind Pilgrin v. Dra-chenfels wird als 23. Alit des 1060 gestifteten Klosters Siegburggenannt. Die Familie verbreitete sich zeitig ins Meissniscbe, woGottfried v. D. schon 1333 als Landeshauptmann zu Freiberg vor-kommt, nach Thüringen, so wie nach Curland. Albin sagt daher,das Geschlecht sei ein cnrländisches, Estor aber führt dasselbe alsobersächsisches auf. In den Rheinlanden erlosch der ältere, aufder Stammburg verbliebene Zweig des Geschlechts 1530 mit Hein-rich v. D., und die Zweige im Meissnischen und Thüringischenmögen nicht lange geblüht haben, ein jüngerer Zweig in Curlandaber blühte dauernd fort. Dieser Zweig wurde von Heinrich v. D.gestiftet, welcher aus dem rheinischen Stammsitze stammte und inder zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in die Dienste des Ordensder Schwertträger trat. Der Enkel desselben, Philipp v. D., Schloss-hauptmann zu Mitau und später zu Doblenen, starb 1600 in hohemAlter und hinterliess fünf den Stamm weiter fortsetzende Söhne.Der curländische Zweig zählt zu den ritterschaftlichen Geschlech-tern, welche vor der 1530 erfolgten Aufhebung der Regierung desSchwertträger-Ordens der curländischen Adelsmatrikel einverleibtworden waren, und führt demgemäss den ihm zustehenden Frei-herrentitel. Freiherr Christoph Friedrich, gest. 1831, kehrte nachDeutschland zurück, und von demselben stammt Freiherr FriedrichAdolph, geb. 1795, grossherz. liess. Kammerherr, General-Majorund ausserordentl. Gesandter und bevollm. Minister am kais. öster-reichischen und kön. bayerischen Hofe. Derselbe diente früher inder kön. bayerischen Armee und wurde 20. Jan. 1819 der Frei-herrenclasse der Adelsmatrikcl des Königreichs Bayern einverleibt.
Dreer, Edle v. Thürnhub, Ritter.
Schild geviert: 1 und 4 in Roth ein schrägrechter, silbernerBalken, welcher mit drei rolhen Kugeln belegt ist; 2 und 3 inSilber ein aufrecbtgestelller, eiserner Anker. Auf dem Schilde siebenzwei gekrönte Helme. Der rechte Helm trägt einen die Sachseneinwärts kehrenden, rothen Adlersfiiigcl, welcher mit einem, mitdrei rothen Kugeln belasteten, schräglinken, silbernen Balken belegtist, und auf dem linken Helme stellt der Anker des 2. und 3. Fel-des. Die Hehndecken sind rechts rolli und silbern, links schwarz