Druckschrift 
3 (1856)
Entstehung
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federn, silbern, roth, silbern. Die Helmdecken sind roth und sil-bern. So weicht denn Siebmacher hinsichtlich des Flelmschmuckesselir von den Annahmen des oben erwähnten Diploms von 1544ab. Nachrichten über die Familie v. Ziegelhaim geben: Sinapius,I. S. 76, und II. S. I 183; Gauhe, I. S. 3005 u. 3006; Zedier,LXII. S. 454; und v. Hellbach, II. S. 819.

Sachsen, Preussen. Eins der ältesten sächsischen Adels-geschlechter, welches sich weil ausgebreitet hat, bedeutenden Grund-besitz erwarb und durch zahlreiche Sprossen, welche in früherer,so wie in neuerer Zeit zu hohen Ehrenstellen und Würden gelang-ten, zu grossem Ansehen gekommen ist. Die Familie stammt, soweit sichere Nachrichten reichen, aus Böhmen, kommt aber schonin der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts im Meissnischen unterden Rittern vor, welche dein Lehnspaniere der Burggrafen zu Dohnain der letzteren Zeit ihrer Macht im Meissnischen folgten. Ueberden eigentlichen Ursprung derselben ist viel geschrieben worden,und Val. König, Gauhe, das N. Preuss. Adelslexicon (a. a. 0.) etc.haben mehreres den Ursprung Betreffende mitgetheilt, doch fallendiese Mittheilungen in eine Zeit, Uber welche zuverlässige Nachrich-ten fehlen, und neuere Angaben aus der Familie selbst, welcheFrcih. v. Ledebur benutzen konnte, sagen ollen, dass der behaup-tete Zusammenhang der hier in Rede stehenden Familie mit demEdlen Geschlechte, welches sich in einein Zweige nach der in derösterreichischen Militairgrenze gelegenen Stadt Carlowitz nannte,d. h. mit den Königen von Neapel aus dem Stamme der Anjou, oderder Könige von Frankreich, alles Haltes entbehre. Im Meissni-schen, wo Zuschendorf, welches der Familie seit dem 14. Jahrhun-derle bis 1695 und von 1718 bis 1730 zustand, von Einigen fürdie älteste bekannte sächsische Besitzung des Geschlechts gehaltenwird, wurden früher zuerst Millich v. Carlewicz, welcher 1470 Haupt-mann zu Schneeberg, und Friedrich (II.) v. Carlewicz, welcher 1480Landvoigt zu Pirna war, genannt. Neuere Forschungen mansehe das Meisterwerk: Christoph v. Carlowitz. Eine Darstellung,aus dem XVI. Jahrh. von Dr. F. A. v. Langenn, Leipzig, 1854.:S. 3 nennen zuerst den Hans v. Carlowitz, Herrn auf Biens-dorf, Klcinborthen, Burgstädtel, Grossborten und Mügeln, welcher ,einer der letzten Vasallen der Burggrafen zu Dohna war. Nachdein Tode desselben wurde seine Gemahlin, Jutta, auf den genann-ten Gütern vom Markgrafen Wilhelm zu Meissen mit Leibgedingversehen, und Friedrich (1.) v. Carlowitz erhielt 1405 die Lehen