62 _
gefüttert. — Ein alles Siegel, das S. Domini Ernesti Budde von1297, giebt Bagmihi, III. EIX. 1. Im Schilde steht eine reciitsgekehrte, doch vorwärtssehende Eule. Dagegen stimmt das Siegeldes Hofmarschalls Joachim Budde von 1617 (a. a. 0. No. 2) ganzmit der oben gegebenen Beschreihimg. Was das erwähnte alte, inriigenschen Urkunden (s. unten) mehrfach vorkommende Siegel,welches von dem Wappen der in Vorpommern begütert gewesenenFamilie so verschieden ist, anlangt, so fragt sich allerdings, wieBagmihi sehr richtig angiebl, ob das Wappen der Familie im Laufeder Zeit vielleicht verändert worden sei, oder ob es zwei für sichbestandene Familien dieses Namens gegeben habe. — Gaulle, I. S.279: v. Budden. — v. Hellbach, I. S. 201: v. Budde. — NeuesPreuss. Adelslexic., I. S. 324, und V. S. 83: v. Budden (im erstenBande ist ein hierher gar nicht gehörendes Wappen, nach Sieb-macher, IV. [nicht VI.] 37: Die Budden, angegeben, im fünftenBande aber das richtige Wappen, doch so angeführt, dass das Ein-horn roth und der Schach weiss und schwarz ist). — Freih. v. Le-debur, I. S. 115.
Preussen, Schweden, Liv- und Curland, Dänemark.Altes, pommersehes Adelsgeschlecht, welches Bügen und dem altenpreußischen, so wie dem früher schwedischen Vorpommern ange-hörte. Urkundlich erscheint die Familie zuerst in der Umgebungder alten rügenschen Fürsten. Johannes Budde kommt 1258 inder Gründungsurkunde der Stadt Dargur durch Fürst Jaromar II.vor, und Ernestus Budde, Bitter (s. oben), tritt in der nächstenZeit in Urkunden des Fürsten Wizlaus III. (gegen Ende des 13. Jahr-hunderts) mehrfach auf. Letzterem folgten im Laufe der Zeit meh-rere Glieder der Familie, und von 1353 — 1357 findet sich derName des Geschlechts auch in meklenburgischen Urkunden. Men-nig v. B. war 1454 Rathsherr zu Greifswalde, und Joachim v. B.im Anfange des 17. Jahrhunderts unter dem Herzoge Philipp JuliusOber-Marschall am Wolgastischen Hofe und später Kriegs-Oberst.Nach Dänemark war die Familie schon in der zweiten Hälf e des16. Jahrhunderts mit der Königin Sophie, Gemahlin Friedrichs IL,gekommen und gelangte auch später noch nach Anfange des 18. Jahr-hunderts, namentlich durch den General-Major und Commandantenzu Friedrichsstadl v. IL, zu hohem Ansehen. Um diese Zeit blühtedas Geschlecht, welches sich auch auf der Insel Oesel ausgebreitethatte, in Pommern noch in mehreren Sprossen, zu welchen auch