42
ter Helm, aus welchem der Wolf der oberen Schildeshälfte auf-wächst. Die Helmdecken sind rechts schwarz und golden, linksroth und silbern. — Leupold, 1. 1. S. 154. — v. Hellbach, 1.S. 131.
Oesterreich, früher Sachsen. Eine vom Kaiser Rudolph II.in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts geadelte Familie, wel-che vom Kaiser Ferdinand 11., 1632, den ungarischen Adelstanderhielt. Ein Sprosse der Familie, Johann Anton v. B., der Philo-sophie und Medicin Doctor, geb. 1728, wurde 1762 aus Wien alsk. poln. und kursächs. Hofrath und Leihmcdicus nach Dresden be-rufen, kehrte aber später nach Oesterreich zurück und wurde 1773Reetor magnificus der Universität Wien. Derselbe pflanzte denMannsstamm des Geschlechts durch zwei Sühne: Vincenz und Jo-seph v. B., fort.
v. Besser (A).
Schild der Länge nach getheilt: rechts in Silber ein rechts-sehender, rolher Adler mit goldenen Kleestengeln in den Flügeln(der brandenburgische Adler), über dessen Haupte ein sechsstrah-liger, goldener Stern schwebt: links in Blau ein weisses, aufwärts-springendes, linkssehendes Einhorn. Auf dem Schilde steht eingekrönter Helm, aus welchem, zwischen einem offenen, rothen Ad-lersfluge, das aufspringende Einhorn der linken Schildeshälfte auf-wächst. Die Helmdecken sind roth und silbern. — Angaben desDiploms von 1690 (s. unten), aus welchem sich ergiebt, dass derbrandenburgische Adler in die rechte Schildeshälfte gesetzt wordensei, weil der Empfänger des Diploms „die Ehre und das Lustresolchen Adels" vom Kurhause Brandenburg erlangt habe, und dassdas Einhorn in der linken Schildeshälfte das Wappenbild des altenAdelsgeschlechtes v. Einhorn sei, aus welchem die Mutter des Dip-lomempfängers stammte. — Wappeub. d. Preuss. Monarchie, II. 82.— N. Preuss. Adelslexicon, I. S. 223 u. 224. — Freih. v. Lede-bur, I. S. 58.
Preussen, Sachsen. Johann Besser, kurbrandenb. Ober-Ceremonienmeister und Holpoet, erhielt vom Kurfürsten FriedrichWilhelm von Brandenburg, laut Adelsbriefes d. d. Königsberg, 14.(24.) Mai 1690, den Adelstand. Derselbe, Sohn eines Predigers,