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3 (1856)
Entstehung
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mich linier dem Namen der Calbeschen Linie vor, und der Stifterderselben, der oben genannte Gumprecht, Drost, Oberhanptmannund Erbtruchsess des Erzstifts Ilaiberstadt, ist 1324 gestorben. ImAnfange des 16. Jahrhunderts schied sieb die schwarze Linie durchLudolph und Joachim v. A. in den Ludolphinischen oder Ilimdis-burgschen und Neugaterslebenschen- und in den Joachimschen Zweig.Das Ilaus Hundisburg erlosch 1696, das Haus Neu-Gatersleben aberblitbte fort. Der Joachimsche Zweig trennte sieb später in das alteund in das neue Haus. Näheres gehört in die specielle Geschichteder Familie. Ueber die Besitzungen des Geschlechts giebt Freih,v. Ledebur (a. a. 0.) die genauesten Nachrichten. Dieselben lagenund liegen namentlich in der jetzigen Provinz Sachsen und zwarin der Altniark, im Herzogthume Magdeburg, im Ftlrstentbume Hal-berstadt und im Regierungsbezirke Merseburg. Der Besitz in derAltmark, im Magdeburgischen und Halberstädtischen ist von derersten Hälfte des 14. Jahrhunderts und im Merseburgischen von1659 an nachzuweisen. In der Provinz Brandenburg war die Fa-milie vorübergehend im 14. und 18. Jahrhunderte begütert, auchbesass dieselbe im 14. und 15. Jahrhunderte Lehne im Lüneburgi-schen und im 15. und 16. Jahrhunderte Besitzungen in Meyen-burg. Durch zahlreiche Glieder des Geschlechts ist dasselbe, wieschon oben angegeben wurde, schon in früherer, so wie in spätererund in neuerer Zeit zu hohem Ansehen gekommen. Friedrich v. A.aus der schwarzen Linie war im 14. Jahrhunderte Meister desTeniplerordens und nach Aufhebung dieses Ordens Heermeister desJohanniterordens, Rudolph v. A. war Feldhauptmann des Kurfür-sten Friedrich I. von Brandenburg, und später sind in k. preuss.Hof-, Staats- und Kriegsdiensten, so wie in hannöverischen etc.Staatsdiensten mehrere Sprossen des Geschlechts zu den höchstenEhreustellen gelangt. Das N. Preuss. Adelslexicon bat (I. S. 106)eine allgemeine Uebersicht über die berühmtesten Glieder des Ge-schlechts gegeben. Die Wissenschaften fanden übrigens schon infrüherer Zeit viele Freunde in diesem Gesehlechte, denn Joachimv. A., gest. 1588, kurbrandenb. und braunsclnv. Rath, gründete diebekannte v. Alvenslekensche Bibliothek mit ernstlicher Erinnerungan seine Sühne, dieselbe, wie auch geschehen, zu vermehren. DieseBibliothek befand sich anfangs in Stendal, kam aber 1708 nachHundisburg. Der Grafenstand des Königreichs Preussen ist durchdrei Diplome in die Familie gekommen. Zuerst wurde Jobann Au-gust Ernst v. A., Herr zu Erxleben etc., Dechant des Domstiftes

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