Druckschrift 
3 (1856)
Entstehung
Seite
16
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IG

Bischöfen und Bischöfen von Magdeburg und Halberstadt seine Be-sitzungen verloren, weshalb die Söhne desselben, Gebhard undBusso, freiwillig den Grafentitel ablegten und die Stammvater desGeschlechts v. Alvensleben wurden. Gebhard stiftete die rothe Li-nie, welche 1553 wieder ausgegangen ist; der älteste Sohn desBusso, Gervasius, gründete die weisse Linie, und vom jüngstenSohne des Busso, Gumprecht, schreibt sich die schwarze Linie her. Lucae im Grafensaale und Hammelmann in der oldenburgischenChronik leiten die Familie v. Alvensleben von Mechtilde, Gemahlindes Grafen Otto v. Oldenburg ab. Dieselbe soll als Erbtochter dieGrafschaft Alvensleben nach Aussterben der alten Grafen diesesNamens geerbt und ihrem Sohne, Conrad, diese Besitzung mit demNamen eines Grafen v. Alvensleben überlassen haben. ConradsSohn und Enkel, Theodor und Milo, sollen die Stammväter derjetzigen Familie v. Alvensleben geworden sein. Eine dritte Angahe,welche Beyer in den handschriftlichen Nachrichten über die Grafenzu Alvensleben gemacht hat, weicht von der vorstehenden nur et-was ab. Der Sohn der genannten Mechtilde, Conrad, soll der Sohndes Markgrafen Otto I. von Salzwedel, welcher zugleich Graf zuOldenburg und Stade war, gewesen sein. Letzterer soll die Graf-schaft Alvensleben als heimgefallenes Lehn eingezogen und seinemSohne, Conrad, überlassen haben, welcher der Stammvater desgräflichen Geschlechts wurde, während die Herren v. Alvenslebenals ein Seitenzweig des Hauses entstanden. Das Stammhaus derrothen Linie war Erxleben, welches, neben dem gleichnamigenStammsitze der Familie im jetzigen Kreise Neu-Ilaldensleben, wohldas älteste bekannte Gut der Familie ist, und die genannte Liniezerfiel in zwei Häuser, in das ältere Maus zu Erxleben und in dasjüngere zu Calvörden oder Rogösen. Ersteres erlosch 1534 mitBusso III., letzteres aber 1553, und die Güter gelangten- an dieweisse und an die schwarze Linie. In der weissen Linie warspäter Valentin Joachim nach und nach Herr aller v. Alvensleben-schen Güter geworden. Er theilte dieselben unter seine drei Sühne,welche die Stifter dreier Linien wurden. Georg Friedrich erhieltIsernschnippe, Jacob Eimersleben, und Gebhard Christoph Erxleben.Das Haus Isernschnippe erlosch schon 1680, und das Haus Eimers-lehen 1734, worauf Gebhard Christoph zu dem gesammten Besitzeder weissen Linie gelangte. Durch denselben und seine Nachkom-men blüht noch jetzt diese Linie. Die schwarze Linie ist immerdie ausgebreitetste Linie des Geschlechts gewesen. Dieselbe kommt