Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
487
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geblüht. Der bedeutendste Sprosse derselben war Andreas (t.) Gail,geb. 1526, gest. 1587, einer der grüssten Juristen seiner Zeil, wel-cher schon im ersten Mannesalter als Canzler unmittelbar nebendem Kaiser Carl V., welcher ihn ganz besonders ehrte, stand. Vondem genannten Kaiser wurde auch, lt. Dipl. d. d. Utrecht, 12. Mai1545, die Familie in den Reichsadelstand erhohen. Eine sehr ge-naue Stammtafel, welche mit dem Grossvater des Andreas (I.) v. G.,Jodocus v. G., gest. 1531, beginnt und welche bis in den Anfangdes 18. Jahrhunderts hineinreicht, hat Fahne (a. a. 0. S. 107),gegeben.

v. Kaisenberg, S. 228.

Durch die freundliche Güte eines Gliedes der Familie seihstkönnen folgende Mittheilungen gegeben werden. Die Familie ge-hört ursprünglich dem alten hessischen Adel an. Das Stammhausgleichen Namens liegt am Einlluss der Orke in die Gelder in derProvinz Oberhessen, Kreis Frankenberg, Amt Frankenau, und istum 1412 zerstört worden. Auf der Reimannschen Specialkarte vonDeutschland ist der Ort Keseberg geschrieben, und so hat sichauch früher wirklich die Familie geschrieben, wie denn auch Estor(§. 22) in der Ahnenprobe des Freiherrn v. Neuhof den Namenangiebt. Aus Hessen wendete sich die Familie nach Thüringen,wo dieselbe bis Ende des 16. Jahrhunderts mit Allstedt, Hennis-roda etc. begütert war. Um die genannte Zeil verliess das Ge-schlecht, in Folge der Religionsstreitigkeilen, Thüringen, begab sichauf das Eichsfeld und zwar auf den Theil desselben, welcher jetztzu dem Königreiche Hannover gehört, und wurde mit den GüternNesselröden, Obernfelde, Geismar etc. belehnt. Nesselröden warschon 1625 im Resitz der Familie. Von dem Adelsprädicate hatdie Familie, welche sich später Keisenberg schrieb, wie Lehn-briefe ergehen, schon vor Ende des 16. Jahrhunderts Gebrauch ge-macht. Bestätigungs- und Erneuerungsdiplome des alten Adels sindzwei in die Familie gekommen. Das erste erhielten, wie angege-ben, 1747 die Gebrüder Anselm Franz und Franz Wenzel v. K.,beide kurmainz. Regierungsräthc, das zweite aber, 1797, der kön.preuss. Präsident Leopold v. K., gest. 1835. Im Diplome von 1747ist das Wappen so angegeben, wie nach den Supplem. zu Siebm.Wappenb. bestimmt wurde und wie das Wappen nach Leichenstei-nen etc. in Eichsfeldschen Kirchen sonst geführt worden ist; dasDiplom von 1797 giebl dagegen das Wappen ganz so, wie Tyroff,