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v. Vieth u. Golsenau.
Schild der Länge nach und in der linken Hälfte quer getheilt,dreil'elderig: 1 (rechts) in Blau zwei in das Andreaskreuz gelegte,goldene Fähnchen, über welchen oben ein sechsstrahliger, goldenerStern steht und welche in der Mitte rechts und links von einemdergleichen Sterne beseitet werden; 2 (oben, links) in Silber einschwarzer Querbalken, und 3 (unten, links) in Roth drei (2 und 1)silberne Widerhaken. Auf dem Schilde steht ein Helm, aus wel-chem ein rechtssehender, gekrönter, silberner Adler mit ausgebrei-teten Flügeln hervorbricht. Die Helmdecken sind rechts blau undgolden, links roth und silbern. — Abdrücke von Petschaften, vonwelchen einige rechts eine aus dem oberen Rande des Schildesaufsteigende, nach unten herabhängende Fahne zeigen, währendden Schild links ein auswärtsschender, silberner Windhund mitgoldenem Halsbande hält. Die Farben des Wappens sind, da Ab-bildungen desselben in der heraldischen Literatur kaum vorkommendürften, nur mehreren Lackabdrücken in Sammlungen entnommen.— N. Preuss. Adelslex., VI. S. 112 u. 113 (die Angahe, dass dieFamilie im Schilde einen aufspringenden Löwen führe, ist unrich-tig). — Der Dresd. Cal. z. Gebr. f. d. Res., 1849. S. 173, tingirtden Querbalken im 2. Felde roth, doch ergaben alle vorliegendenSiegel denselben schwarz.
Sachsen. Johann Justus Vieth, ehemal. k. preuss. Kriegs-u nd Domainenrath, Herr auf Golsen in der Niederlausitz und ausdem Magdeburgischen stammend, und dessen Schwiegertochter, Jo-banne Juliane Vieth, geb. Krieg, wurden im kursächsischen Reichs-vicariale, laut Diploms d. d. Dresden, 7. Oct. 1745, mit den Prä-dicaten: v. Golsenau und v. Bellicken, in den Reichsadelstanderhoben und die betreffende Standeserhöhung in Sachsen, laut No-tilication d. d. Dresden, 23. Juni 1753, bekannt gemacht. — Vonden Nachkommen haben mehrere in kur- und königl. sächsischenMilitairdiensten gestanden und sind zu hohen Ehrenstellen in den-selben gelangt, und noch jetzt steht ein Glied der Familie in kön.sächsischen Staatsdiensten.