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2 (1855)
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zwar, wie Einige angeben, 1211 durch Vergleich mit Kaiser Otto IV.,und bat dieselben nicht als Lehne empfangen. Dies erhellt daraus,dass die Brüder Ernst und Hans v. U., nachdem ihre Kinder undErben in einer Fehde gegen die Stadt Mithlhausen zu Anfange des15. Jahrhunderts gefallen waren, die neue Burg Gleichen, wegenUneinigkeit mit ihren Vettern auf Altengleichen und ihres frommenSinnes wegen 1451 an den Landgrafen Ludwig von Hessen ver-kauften. Dieselben bedachten durch die Kaufsumme reichlich dasBenedictiner Kloster zu Reinhausen, in welches sie sich, zurückge-zogen, und gründeten das noch jetzt bestehende Siechcphaus heiReinhausen. Schon gegen Ende des 13. Jahrhunderts scldoss sichdie Familie an die Erzbischüfe von Mainz an und wurde von letz-teren für treue Dienste durch mehrfache Belelmungen belohnt, sowie auch von anderen geistlichen und weltlichen Fürsten mit gros-sen Gütern beliehen. Zu Ende des 15. Jahrhunderts lebte vondem ganzen Geschlechte schon in hohem Alter nur noch Wedekindv. Uslar. Derselbe vermählte sich noch mit einer v. Oldershausenund pflanzte den Stamm dauernd fort. Zwei Sühne desselben,-dolph und Melchior, gründeten die jetzt noch blühenden Linien desGeschlechts, die Ludolphsche und die Melchiorsche. Dieselbentheilten die zur Burg Altengleichen gehörenden Lehnsgüter undBesitzungen zu gleichen Theilen, doch blichen Gerichtsbarkeit,Hoheitsrechte, Jagd etc., so wie die Lehen, gemeinschaftlich, undder Aeltesle der beiden Linien ist stets Lehnsherr. Später habenzahlreiche Glieder der Familie sich in Kriegs- und Staatsdienstennicht nur in Hannover und Braunschweig, sondern auch in Hessen,Dänemark, Schweden, Sachsen etc. ausgezeichnet. Nachdem dieKrone Preussen 1815 auf dem Eichsfelde Besitzungen erhalten hat,zu welchen mehrere der Familie zustehende Güter gehören, so istmit diesen Gütern das Geschlecht auch von der Krone Preussenbeliehen worden. Der Familie steht der Freiherrentitel zu, dochbedienen sich nicht alle Familienglieder dieses Titels, welcher vomKönige von Westphalcn Hieronymus Napoleon durch Patent vom10. Juli 1813 für den damaligen Friedensrichter Hans v. U. undvom Könige Friedrich Wilhelm III. von Preussen durch Cabinets-ordre vom 18. Jan. 1829 für den Landrath Carl v. 11. anerkanntworden ist. Den Namen: Uslar-Gleichen, führt das Geschlechterst seit 9. April 1825, an welchem Tage demselben vom KönigeGeorg IV. von Grossbritannien und Hannover gestaltet wurde, sichkünftig von Uslar-Gleichen nennen und schreiben zu dürfen und