Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
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447
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Siebm. Wappenbuch, II. 14 No. 12. Vor dieser Abbildung stellt,No. 11, eine andere, welche, bei gleichen Helmen etc., den Schildquer gelbeilt zeigt. In der oberen Hüllte steht der beschriebeneAdler des Mittelschildes, in der unteren der gebrochene Querbalkendes oben erwähnten Stammwappens. Dieses Wappen kommt auchIV. 27 mit der Ueberschrift:'Fr. II. v.Ulm zu Erbach vor. Einigeoffenbare Unrichtigkeiten in Bezug auf beide letztere Abbildungenmögen hier wegbleiben, da die richtigen Angaben sich oben finden. Das Stammwappen giebt Siebmacher zweimal: I. 115: v. Ulmzu Wangen, Schwäbisch, und I. 199: v. Ulm, Schweizerisch (dieDeclaration" sagt, der obere Thoil am Schilde blau, der untereroth, der krumme Balken darin weiss. Auf dem Helme der Vogel-hals von der Farbe und ahgetheilt, wie der Schild; die Helm-decken roth und weiss). Ehen dieses Wappen giebt Tyroff, I. 112,mit der Ueberschrift: F. Hn. v. Ulm. Bürgermeister. S. 243.v. Haltstein, 1. S. 600, und III. Supplem., S. 147151. Gauhe,1. S. 2684 u. 2685. v. Hellbach, 11. S. 623 u. 624. Gen.Taschenh. d. freih. Häuser, 1849. S. 496499, und 1854. S. 552u. 553 (im letzteren Jahrgange ist die frühere Beschreibung desWappens berichtigt worden. Das 1. und 4., das Staniinwappenenthaltende Feld wird, wie folgt, beschriehen: 1 und 4 von einemsechsmal eckig verschobenen, silbernen Querbalken von Blau undRoth quer getheilt).

Württemberg, Baden, Oesterreich. Johann Ludwigv. Ulm, Herr auf Erbach und Marbach, Wangen und Mitlelbiberach,k. k. Geh. Rath und Ileichshof-Vicecanzler, wurde vom Kaiser Fer-dinand II., laut Diploms d. d. Wien, 20. Febr. 1622, unter Vermeh-rung des Wappens mit dem Wappen der erloschenen Familie v. Mar-bach und V .Ellerbach, in den Reichsfreiherrenstand erhohen. Altes,schwäbisches Rittergeschlecht, dessen Name von demOfficium prae-fecti Ulmae" herzuleiten ist, welches Ehrenamt die Familie um dieWitte des 12. Jahrhunderts (von 1149) unter dem Kaiser Conrad III.bekleidete. Der ursprüngliche Name des Geschlechts war: Erbis-hofer, und zwar nach einem Schlosse dieses Namens in der altenGrafschaft Helfcnstein (Markgrafschaft Burgau). Schon im 13. Jahr-hunderle verschwindet der Name Erbishof und der Name Ulmwurde der Geschlechtsname, welchem, als die Familie sich weiterausbreitete, die einzelnen Zweige derselben die Namen der Besitzun-gen hinzufügten. So entstanden die Namen: Ulm zu Marbach, zuGriessenberg im Tburgau, zu Hagenthal, Erbach, Wangen, Mittel-