Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
432
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schwarze Spitzen gleichfalls in einer Reihe. Letztere gehen ander linken Seite nicht schräg, sondern perpendicular herunter undkönnen somit als in die Länge durschschnittene Spitzen, denen dielinke Seite fehlt, betrachtet werden. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken steht ein runder, silberner Kübel, in welchemein- dürrer Baum mit vielen unbelaubten Zweigen eingepflanzt ist.v. Ilattstein, I. S. 353, tingirt den Schild silbern und demgemässauch die Decken schwarz und silbern, Siebmacher aber, I. 133;Lerch v. Durmstein, Rheinländisch, golden. Letzterer setzt auf denHelm einen schwarzen Kübel, aus welchem sieben weisse Straussen-federn hervorgehen, von welchen drei nach rechts und vier nachlinks über einander stehen. - Gauhe: Sturmfeder v. Opperweiler,I. S. 2495 u. 2496, und Lerch v. Dirmstein, I. S. 1188 u. 1189.

v. Hellbach: Sturmfeder v. Oppenweiler, II. S. 556, und Lerchv. Dirmstein, II. S. 31.

Württemberg, Baden, Hessen, Oesterreich. Sehr al-tes, fränkisches, früher dem Rittercanton Kocher einverleibtes Adels-geschlecht, dessen Stammgut Oppenweiler im Oberamte Backnang,von welchem die Familie sich seit dem 13. Jahrhunderte Sturm-feder v. Oppenweiler schrieb, noch jetzt Eigenthum des Geschlechtsist. Schon 970 kommt Regina Sturmfeder als Gemahlin des Arnoldv. Berlichingcn vor, 1080 stellte ein Ritter Sturmfeder, wie erzähltwird, sein Wappen auf den Turnieren zu Augsburg auf, und Hein-rich Sturmfeder wird um 12S0 als Herr der Herrschaften Oppen-weiler, Thalheim, Ilgersheim, Geissingen und Stettenfels genannt.

Die Familie theilte sich zeitig in zwei Linien, die kocherscheund die kraichgauer. Letztere erlosch 1579: die ältere, kocherscheHauptlinie aber blühte dauernd fort. Der Stifter derselben, BurckardSturmfeder zu Oppenweiler, starb 1534, und vom Sohne desselben,Friedrich St., gest. 1555, stammte im dritten Gliede Philipp Fried-rich v. St., verm. mit Maria Lerch v. Dirmstein; aus dieser Eheentspross Freiherr Johann Friedrich Franz, kurmainz. Geh. Rath,Kämmerer, Oberstallmeister etc., gest. 1691. Der Enkel des Letz-teren, Johann Franz Georg v. St., k. k. w. Geh. Rath, Obersl-Silher-Kännnerer und Reisemarschall, war von 17621793 Ritter-rath hei der schwäbischen Ritterschaft im Canton Kocher. Dem-selben war vom Kaiser die Reichsgrafenwürde taxfrei angebotenworden, doch hatte er dieselbe dankbar ausgeschlagen. Sein älte-ster Sohn, Carl Theodor Freiherr v. St., geb. 1748, gest. 1799,kurpfälz. Geh. Rath etc., von 1779 bis zu seinem Tode Burgmann