Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
380
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welcher unter dem polnischen Fürsten Lesco dem Schwarzen beimScheine des Mondes in das Lager der Feinde schlich, einen Sol-daten gelangen nahm und diesen zu Lesco brachte. Auf den vondem Gefangenen erhaltenen Bericht über die Stärke und Stellun»

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des Feindes wurde letzterer angegriffen und erlitt eine völlige Nie-derlage, Szeliga aber erhielt von Lesco den Adel und das oben be-schriebene Wappen.- Bozenta Szeliga starb 1389 als Erzbischofzu Gnesen. Nach Sinapius verrichtete derselbe, 14. Febr. 1386,die Taufhandlung des lithauischen Grossfürsten und erwählten Kö-nigs in Polen, Jagello, und auf Anlass dieser Handlung wurde dasWappen des polnischen Adelsgeschlechtes Scheliha verbessert. DerMond im Schilde wurde mit einem Kreuze geziert und auf denHelm, statt des Kranzes von Rosen, eine goldene Krone und, stattder Straussenfedern, ein viel und schön gespiegelter Pfauenschweifgesetzt. Später breitete sich die Familie in Schlesien aus undkam auch nach Böhmen und Mähren. Gegen Ende des 16. Jahr-hunderts kamen in Schlesien die Gebrüder Wenzel und Heinrichv. Scheliha vor. Letzterer hinterliess drei Sühne, Ersterer war1593 kais. Rath und Ganzler der Fiirslenlhiüner Oppeln und Ba-tibor, und der gleichnamige Sohn desselben, welcher den Beinamenvon Rzuchow führte, bekleidete ebenfalls diese Würde. Hansv. Scheliha und Rzuchow auf Ragow starb 1620 als kais. Rath undGanzler des Fürstenthums Neisse; Carl Friedrich v. S. auf Pirschenund Ellguth war 1695 fürstl. württemb.-ölsischer Rath, und densel-ben Titel führte ein anderer Carl Friedrich v. S., Herr auf Gross-ausker im Wohlauschen, welcher noch 1724 in hohem Alter lebteund von welchem zwei Söhne stammten, Hans Friedrich v. S., Herrauf Perschütz und Pirschen, fürstl. württemb.-ölsischer Rath, Lan-desältester und Hof-Gerichts-Beisitzer, welcher fünf Söhne hatte,und Sylvins Friedrich v. S., Herr auf Jagatschütz und Langawe,fürstl. württemb.-ölsischer Landes-DepUtirter, welcher den Stammebenfalls fortgepflanzt hat. Der Besitz der Familie in Schlesienwar namentlich vom Anfange des vorigen Jahrhunderts an sehr be-deutend, wechselte aber mehrfach, doch sind* mehrere der altenGüter noch jetzt in den Händen der Familie. Mehrere Gliederder Familie standen in k. preussischen Militair- und Staatsdiensten.