357
fenberg das jetzige Haupt des freiherrlichen Stammes entsprossenist: Joseph Freiherr Rassler v. Gamerschwaug, geh. 1786, Herrauf. Gamerschwang, Weitenburg und Kreenried, k. württemh. Obersta. D. Der Mannsstamm ist, so viel bekannt — s. über das Nähered. Gen. Taschenb. d. freih. Häuser — durch den Bruder des Frei-herrn Joseph, den Freiherrn Eduard, fortgepflanzt worden, vonwelchem aus der Ehe mit Emilie v. Wirsing zwei Sühne entspros-sen sind, die Freiherren August, geb. 1836, und Heinrich, geh.1839. — Das Rittergut Weiteriburg liegt im k. württemh. Schwarz-waldkreise und besteht aus den Schlüssern Weilenburg, Bürstingenund Obernau und den Dürfern Bieringen, Rittelbronn, Bürstingen,bnzenhardt, Sulzau und Obernau; Gamerschwang aber, Schloss undDorf, liegt im Donaukreise, das Meiereigut Kreenried dagegen inBaden.
v. Rauch (in Preussen).
Im blauen Schilde ein silbernes, schalenförmiges Räuchergefäss,dessen Henkel nach links gerichtet ist. Auf dem Helme steht einoffener, silberner Adlersflüg, über welchem das Wappenbild schwebt.Die Helmdecken sind blau und silbern. — Abdrücke von sehr ge-nau gestochenen Petschaften aus der Familie, deren Richtigkeit,bei fehlenden Abbildungen und Beschreibungen, durch Allianzwap-pen bestätigt ist, so z. B. durch die Allianz: rechts Rauch, linksHoltzendoff (preussischcr Adel vom 21. Jan. 1767). — N. Preuss.Adelslexicon, IV. S. 88 (ohne Angabe des Wappens).
Preussen. Gapitain v. Rauch, gebürtig aus Bayern, trat1778 in k. preussische Kriegsdienste und starb 1814 als General-Major a. D. Die drei Syline desselben, und unter diesen der äl-teste, Gustav v. Rauch, k. preuss. General der Infanterie etc., sindin dem preussischen Heere zu den höchsten Ehrenstufen gelangt.— Die hier in Rede stehende preussische Familie v. Rauch istnicht mit der gleichnamigen würltemhergischen zu verwechseln,welche vom Künige Friedrich I. von Württemberg, 27. Juli 1808,den Adel erhielt.