Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
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Köpfe, welche abgerissen sind, fehlen. Aus den beiden, in dieHöhe stehenden Hälsen des Adlers spritzt Blut empor. Auf demSchilde steht ein Ilclm, welcher mit einem von Schwarz und Silberviermal gewundenen Wulste bedeckt ist, auf welchem der verstüm-melte Adler des Schildes steht. Die Helmdecken sind schwarz undsilbern. Abdrücke von Petschaften. Meldenb. Wappenb., XL.149 u. S. 31. v. Pritzbuer, S. 114. v. Behl-, Manuscr. undIler. Meckl., p. 1657. Gauhe, Tb. I. S. 1714-1716. Lexic.over adel. Famil. i Danmark, II. Tab. XIV. 91 u. S. 89. v. Me-ding, II. S. 446 u. 447 (nach dem v. Behrschen Manuscripte).v. Hellbach, II. S. 260.

Meklenburg. Eins der ältesten meklenburgischen Adelsge-schlechter, welches nach älteren meklenburgischen Historikern vondem alten Obotritischen Adel entsprossen ist. .loachen, lliniko,Deves, Gebrüder, die Pritzbuere, kommen urkundlich 1159 vor, undin einer Urkunde von 1224 erscheint Wertitz Claus Pritzbuer, Fra-tcr zu Doberan. Die Familie hat 1523 die bekannte Union desmeklenburgischen Adels unterschrieben, und Glieder derselben sindin Diensten der Herzöge von Meklenburg zu hohen Ehrenstellengelangt. Später hat die Familie sich auch in Dänemark ausgebrei-tet und ist auch in diesem Lande zu grossem Ansehen gekommen. Johann v. Pritzbuer, zuletzt Ober-Landdrost des HerzogthumsBremen und der Grafschaft Oldenburg-, schrieb das eben so be-kannte, wie seltene, in diesen Bogen so oft angeführte Werk: Indexconcisus familiarum nobilium Ducafus Megapolitani, welches nachseinem Tode zu Kopenhagen, 1722, erschienen ist und dem Ver-fasser in Werken über den deutschen Adel Iris in spätere Zeiteneine dankbare Erwähnung verbürgt. Die Familie blüht in Mek-lenburg, und Friedrich v. Pritzbuer ist grossherz. meklenb.-schwer.General-Po'st-Director.

v. Prugglach, Freiherren.

Schild geviert: 1 der Länge nach getheilt: rechts in Gold einan die Theilungslinie angeschlossener, halber, gekrönter, schwärzerDoppeladler; links in Roth ein silberner Querbalken (das österrei-chische Hauswappen als Gnadenzeichen); 2 und 3 quer getheilt:oben in Blau eine goldene Brücke mit vier Jochen und/drei Bogen;