Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
318
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v. Neukirchen, genannt Nyvenheim, Freiherren.

Schild geviert: 1 und 4 in Silber ein schwarzer Querbalken,über welchem im rechten, oberen Winkel ein schwarzer Rosskammschwebt (Neukirchen). 2 und 3 in Roth ein goldener Querbalken(Nyvenheim). Auf dem Schilde stellt ein gekrönter Helm, aus wel-chem ein rechts gekehrter, weisser Windhund mit schwarzem, be-ringtem Halsbande aufwächst. Die Ilelmdecken sind rotli und gol-den. Abdrücke von Petschaften. Geneal, Taschenb. d. freih.Häuser, 185-5. S. 405409. Wappenb. d. Preuss. Rheinprov.,I. LXXX1X. 178 und S. 84 (der Rosskamm schwebt in-der Mitteüber dem Querbalken des 1. und 4. Feldes und den Schild haltenzwei auswärtssehende, weisse Windhunde mit schwarzen Halsbän-dern). Robens, II. S. 375. Fahne, I. S. 303 u. 304: v. Neu-kirch, genannt Nievenheim (der Rosskamm schwebt deutlich imrechten, obern Winkel über dem Querbalken). Neues Preuss.Adelslexicon, V. S. 345 (der Schild ist ganz undeutlich beschrieben,das Wappenbild über dem Querhaiken im 1. und 4. Felde ist alsHammer aufgeführt und das Halsband unrichtig golden angegeben.Dagegen hat die Angahe der Hehndecken: rechts schwarz und sil-bern, links roth und golden, die Wissenschaft für sich. DasStammwappen hat Siebmacher, 11. 118: v. Neukirchen, Nieder-Rheinländisch, mitgetheilt: der Kamm schwebt gestürzt im oberenlinken Winkel des Schildes, und der Windhund sieht links.Gauhe, II. S. 806. v. Hellbach, II. S. 166.

Preussen, Niederlande, Frankreich. Der alt herge-brachte Freiherrenstand der Linie in Prenssen wurde vom KönigeFriedrich Wilhelm IV. von Preussen, lt. Cabinetsordre d. d. 21. Aug.1852, anerkannt und bestätigt. Altes, rheinisches Adelsgeschlecht,welches, wie Fahne angiebt, nachdem dasselbe in den Besitz desDorfes Nievenheim, in der Nähe von Neuss, gekommen, den Bei-namen Nievenheim angenommen hat. Gerhard Neukirch kommtschon 1255 und Wilhelm v. Nuventheim 1289 vor. Nach demGeneal. Taschenb. d. freih. Häuser vermählte sich Johann v. Neu-kirchen, Herr zu Neuraidt und Gelen, im Jahre 1403 mit Annav. Nyvenheim, Erbtochter zu Gerode, und bei dieser Vermählungwurde bestimmt, dass die Nachkommenschaft die Namen und Wap-pen der beiden Familien vereinigt führen sollte. Diese Nachkom-menschaft breitete sich später aus dem Jiilichschen weiter amNieder-Rhein und in den Niederlanden und Frankreich aus. Aeltere