Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
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zwei sieh rechts, drei links kehren, besetzt, und vor denselbenstehen fünf rothe Fahnen an goldenen Stangen, von denen zweinach rechts, drei nach links fliegen. Im zweiten Wappen steht inSilber auf einem grünen Dreiberge ein links gekehrtes, rolhes Ein-horn. Aus dem gewulsteten Helme wachsen zwei gegen einandergekehrte Greifenklauen auf, welche dieDeclaralion" als Vogel-beine, am dicken Theile schwarz, an den Füssen golden giebt. Imdritten Wappen ist das Einhorn rechts gekehrt und nicht aufge-richtet, und auf dem gewulsteten Helme stehen fünf links gekehrte,schwarze Hahnenfedern und vor denselben drei an aufgerichtetenTurnierstangen links gekehrte, wechselsweise roth und silberneFahnen. Dass in dem einen dieser Wappen eine Greifsklaue, inden anderen beiden ein Einhorn erscheint, erklärt sich aus denAngaben, welche Pfeffinger, I. S. 793, über das Wappen ge-macht hat. Derselbe sagt nämlich, dass bei der Theilung der Fa-milie bis 1310 das Wappen dreierlei Art gewesen sei. Die Herrenv. Knesebeck in Westphalen und den Niederlanden, welche schonlange ausgestorben wären, hätten einen Mannskopf geführt, die Tyl-sische und Colbornsche Linie aber eine Greifsklaue und die Wit-tingische und I.angenapeldornische ein Einhorn. Im Jahre 1644hätten die letztgenannten vier Linien, mit Einwilligung der branden-burgischen und braunschweig-lilneburgischen Herrschaften, die Wap-pen vereinbaret, auch die gesammte Hand in der Lehnsfolge ihrerGüter erhalten und mit Beibehaltung der sechs Hahnenfedern unddreier Fahnen (welche Johann v. d. Knesebeck, als Kaiser Ru-dolph I., 1275, den böhmischen König Ottocar bekrieget, erobertund dieselben vom Kaiser als Zeichen des Sieges und seiner Tapfer-keit auf den Helm verehrt erhalten habe) auf dem Helme, denSchild geviert und in das 1. und 4. silberne Feld ein rothcs Ein-horn gesetzt, welches Wappen noch jetzt gemeinschaftlich geführtwürde. Die Supplem. zu Siebm. Wappenb., IL 28, geben denSchild wie das Meklenb. Wappenb. Der Wulst ist von Silber undRoth sechsmal gewunden, auf demselben stehen 3 nach links we-hende weisse Federn, und die rechte Fahne auf denselben fliegtrechts, die beiden anderen links. Aeltere Siegel und Abbildun-gen zeigen, wie v. Meding angiebt, sowohl die Greifsklaue, als auchdas Einhorn allein. Im v. Doringschen Wappenbuche von 1530steht über dem Schilde mit dem rothen Einhorne das Brustbildeines bärtigen Mannes (vielleicht das des oben erwähnten JohannV. d. Knesebeck), welches mit drei Fahnen und sechs Straussen-