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1774. — v. Uechtritz, ilipl. Nachr., III. S. 160—173. — v. Hell-bach, I. S. 656. — N. Preass. Adelslexicon, III. S. 108.
Sachsen, Preussen. Altes, ursprünglich schlesisches Adels-geschlecht , welches schon im 14. Jahrhunderte in der Oberlausitzvorkam und später im Meissnischen ansässig wurde. Otto v. K.erscheint 1349 in Lausitzischen Urkunden. — Dr. Hieronymusv. IL, Herr auf Dittersbach, Canzler des Kurfürsten August zuSachsen, erhielt nach Angabe Einiger 1586, in welchem Jahre der-selbe auch starb, eine Erneuerung des alten, der Familie zustehen-den Adels. — Von den späteren Gliedern der Familie haben meh-rere hohe Ehrenstellen in der Lausitz und in Sachsen, so wie inneuerer Zeit, nachdem durch Territorialveränderungen die mehrstenGüter der Familie an Preussen gekommen sind, auch in Preussenbekleidet. Der Familie steht das Majorat Stadl Heichenbach inSchlesien zu, auch besitzt dieselbe die Güter Ober- und Nieder-Reichenbach, Oelisch etc., in dem kün. preussischen und kün. säch-sischen Markgrafenthume Oberlausitz.
Y. Klinguth.
Im blauen Schilde eine goldene Lyra. Auf dem Schilde stehtein rechts gekehrter, offener Helm, welcher eine vorwärtssehende,graubraune Ohreule trägt. Die Helmdecken sind blau und golden.— Abdrücke von Petschaften. — Handschriftliche Notizen.
Sachsen, Preussen. Johann Christian Carl Klinguth,Oberamtsregierungsrath in Lübben, wurde vom Könige FriedrichAugust I. von Sachsen, in Erwägung über seine seitherige Dienst-leistung beigelegter vortheilhaften Zeugnisse, um demselben einMerkmal allerhöchster Gnade und über ihn geschöpfter Zufriedenheitzu ertheilen, laut Diploms d. d. Dresden, 24. Oct. 1812, in denAdelstand des Königreichs Sachsen erhoben. — Ein Sohn dessel-ben, Fürchtegott Adolph Klinguth, k. sächs. Hauptmann in derArmee-Reserve, nahm 1819 den Abschied und lebt in Gross-Jamnobei Forsta.