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2 (1855)
Entstehung
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hat. In dem zu Rostock befindlichen v. Behrschen Mannscriptehaben die Räder acht Speichen, und auf dem mit einem roth - sil-bernen Wulste bedeckten Helme steht ein Kammrad zwischen zweisilbernen Straussenfedern. v. Gamm giebt in seinen handschrift-lichen genealogischen Tabellen vom Jahre 1780 auf dem halbenRade des Helmes nur fünf Pfauenfedern an. Das Lexicon overadel. Familier i Danmark, I. LI. 34 u. p. 278, nimmt ein gestürz-tes, mit sieben Pfauenfedern bestecktes, halbes Rad auf dem Helmean. v. Meding, I. S. 271, beschreibt das Wappen zunächst nacheiner alten Zeichnung, wie folgt: im silbernen Felde drei rotheMühlen- oder Kammräder. Auf dem Helme über einem Wulste,zwischen zwei auswärts gestellten Straussenfedern, von denen dieerste roth, die zweite silbern ist, ein solches Kammrad schwebend.Die Helmdecken silbern und roth giebt dann an, dass der Ab-druck von einem Petschafte sieben Federn, mit der untersten Hälfteeines durchschnittenen Kammrades belegt, zeigte, und nimmt zuletztauf die Angaben v. Behrs und Siebmachers Rücksicht. Ueberdie älteren Siegel der Familie hat sich Masch, S. 28 (a. a. 0.),sehr genau verbreitet. Gauhe, I. S. 962. Pritzbuer, p. 69. v. Hellbach, I. S. 636. Freih. v. Ledebur, I. S. 415.

MeIdenburg, Dänemark. Altes, ursprünglich wohl einge-borenes meklenburgisches Adelsgeschlecht, welches vom Anfange des13. Jahrhunderts vorkommt. Der Name des Geschlechts ist durch-aus deutsch, und bezeichnet, wie Masch angiebt, in jetziger Mund-art: Kirchdorf. Derselbe kommt in Originalurkunden vom Jahre1267 und in späteren: Kercthorp, Kerkdorp, Kerichdorpe, Kerg-dorpe und Kerchdorp geschrieben vor. Später ging, wie im Nie-derdeutschen so oft vorkommt, das e vor r in a über, und soerscheint denn 1448 auch Karkthorp, doch wurde noch immer diealte Form vielfältig beibehalten, und erst gegen Ende des 16. Jahr-hunderls tritt hin und wieder in Unterschriften die jetzige Form:Kardorff, hervor. Der erste Kercthorp, dessen in MeklenburgErwähnung geschieht, ist Radolfus de Kercthorp im Jahre 1201,die fortlaufende Stammreihe aber beginnt Friedrich Kerkdorp, Rit-ter, 12751306. Im Laufe der Zeit breitete sich die Familieweit aus, gelangte zu grossem Grundbesitz, welcher jedoch späterdurch den 30jährigen Krieg sehr litt, und zerfiel zunächst in diebeiden Hauptlinien zu Grautzow und Wüpkendorf. Die Hauptliniezu Grantzow erlosch 1736 mit Moritz Heinrich v. K. auf Grantzowund Remlin, nachdem derselbe schon bei Lebzeiten seine Güter