Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
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189
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Göldlin v. Tieffenau, Freiherren.

Schild gevicrt, mit Mittelschilde. Mittelschild quer gelheilt:oben in Silber zwei neben einander stehende, sechsblätterige, gol-den besaamte, rolhe Rosen; unten in Rolh eine aus der Theihmgs-linie hervortretende, halbe, gestürzte, silberne Lilie (Stammwappen).1 und 4 in Gold ein einwärtssehender, schwarzer Adler, und 2und 3 in Blau ein einwärts gekehrter, goldener Löwe, welcher im2. Felde mit der rechten, im 3. mit der linken Vorderpranke einSchwert emporhält. Auf dem Schilde steht eine fünfperlige, frei-herrliche Krone, auf welcher sich drei gekrönte Helme erheben.Der mittlere Ilelm trägt eine silberne Lilie, welche oben mit sechsschwarzen Hahnenfedern besteckt ist, von denen drei sich rechts,drei links kehren (Helm des Stammwappens), der rechte den Adlerdes 1. und 4. Feldes, und der linke aufwachsend den Löwen des2. und 3. Feldes mit dem Schwerte. Die Decken des mittlerenHelmes sind roth und silbern, die des rechten schwarz und golden,und die des linken blau und golden. Abdrücke von Petschaften. Suppl. zu Siebm. Wappenb., VI. 19 (Feld 1 und 4 sind silberntingirt). Leopold, I. 3. S. 368376 (nach der Abbildung schei-nen die Rosen im Mittelschilde in einem Schildeshaupte zu stehen,Feld 1 und 4 sind silbern, und auf der Lilie des mittleren Helmessteht ein Busch von nicht tingirten Federn, deren Zahl, wegen Un-deutlichkeit der Abbildung, nicht genau zu bestimmen ist. Dieäusseren Decken sind rechts schwarz, links blau: die inneren feh-len). Das Stammwappen giebt Siehmacher, I. 198: Die Güldly,Schweizerisch, und zwar ganz so, wie oben in Bezug auf den Mit-telschild und den mittleren Helm angegeben worden ist. Gauhe,1. S. 663, nach Bucelini, IV. S. 101. Megerle v. Mühlfeld, S. 52u. 114, und Ergänzungsband, S. 60. v. Hellbach, I. S. 438.

Oesterreich. Peter Christoph Göldlin v. Tieffenau, k. k.Oberst, gest. 1741 als k. k. General-Feldmarschall-Lieutenant anden in der Schlacht hei Mollwitz erhaltenen Wunden, wurde vomKaiser Carl VI. bei der Krönung zu Prag, 1723, zum Bitter ge-schlagen und, 11. März 1732, in den Reichsfreiherrenstand erho-ben. Denselben Freiherrenstand erhielt der Vetter desselben, FranzJodok G. v. T., k. k. Hauptmann in d. A., von der K. K. MariaTheresia, 18. Aug. 1746, mit dem Incolate der k. k. Erblande.Altes, schweizerisches, aus dem Stammschlosse Tieffenau in derehemaligen Markgrafschaft Baden stammendes Adelsgeschlecht, des-