Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
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herabhält. Der Stab sieht Avie ein Pilgerslab aus. Die Heinideckensind blau und golden. Das Wappen ist mit dem Namen: Edle v.Polen bezeichnet. Abdrücke von älteren Petschaften aus der Fa-milie ergeben ebenfalls Stäbe und stimmen mit Siebm. Supplem.ilberein, zeigen aber auf dem Ilelme einen Engel, welcher in derLinken einen Stab herabhält. Fahne (I. 68) giebt das Wappender Cülnischen Familie dieses Namens, wie folgt, an: Schild zwei-geteilt: im oberen rothen Felde zwei übers Kreuz gelegte, goldenePilgerstäbe, im unteren blauen zwei goldene Schellen. Auf demHelme einen Engel in goldenem Oberkleide, blauem Unterkleidemit rothen Flügeln, welcher in der Rechten einen goldenen Pilger-stab führt. Gaulie, II. S. 137. Freib. v. Krobne, I. S. 152-]54. v. Hellbach, I. S. 238. N. Preuss. Adelslex., I. S. 371. Freib. v. Ledebur, I. S. 145.

Preussen, Hessen, Lippe. Nach Einigen ein altes schle-sisches und meklenburgisches Adelsgeschlecht. Das durch Sinapiusund den Freiherrn v. Abschatz so bekannt gewordenealte Barden-lied" nennt dasselbe gleich in der ersten Zeile an dritter Stelle,doch nimmt man als das Wappen der schlesischen Familie v. Cöllngewöhnlich dasjenige an, welches Siebmacher, I. 61, unter demNamen: Die Colner, gegeben hat: im rothen Schilde und auf demHelme einen gekrümmten, nach links sehenden Hecht von natür-licher Farbe. In Meklenburg lag das gleichnamige Stammhaus beiGüstrow; später sass die Familie auf Grossen-Grabau. Jost Agnetv. C. wendete sich in der ersten Hälfte des 16. Jahrh. nach Cöln,später nach Rheda, und pflanzte in dieser Gegend das Geschlechtfort. Andere nehmen einen Zusammenbang mit der erwähntenFamilie nicht an, sondern leiten die hier in Rede stehende Familievon einem Geschlechte ab, welches sich unter dem Namen v. Reesschon vor dem 30jährigen Kriege in Cöln niederliess, den Familien-namen mit v. Cölln vertauschte und in das Lippesche kam. Neuer-lich bat sich Freib. v. Ledebur (a. o. a. 0.) alle Mühe gegeben,in die verschiedenen Geschlechter dieses Namens, hinsichtlich wel-cher, wie derselbe wohl sehr richtig sagt, Manches zu scheiden undzu siebten bleibt, Licht zu bringen. Derselbe führt folgende Ge-schlechter an: I. Das 1759 mit Anna Maria v. C. erloschene Cöl-nische Patriciergeschlecht (Fahne s. oben). II. Das im 13. und 14.Jahrb. in der Uckermark begüterte Geschlecht, welches sich schonim 1.3. Jahrb. in Meklenburg ausbreitete. III. Das Geschlecht imSchauenburg-Lippeschen, welches Freib. v. Krohne an die melden-