mit Mittelscliilde. Im Mitlelschilde das oben angeführte Staram-wappen. 1 und 4 von Silber und Blau der Länge nach getheiltmit zwei ins Andreaskreuz gelegten, goldenen Schlüsseln, derenBarte nach oben und auswärts liegen; 2 und 3 quer getheilt: obenin Roth eine quer und mit der Spitze nach unten und rechts ge-legte silberne Sichel, welche an der nach oben gekehrten Krüm-mung mit drei grünen Grasbüscheln besetzt ist und unten in Goldein an die Theilungslinie angeschlossenes, halbes, rothes Kammrad,von welchem eine Speiche und fünf Zacken zu sehen sind. Aufder den Schild bedeckenden Grafenkrone erheben sich drei gekrönteHelme. Der mittlere trägt die drei beschriebenen Federn desStammwappens, der rechte einen auswärtssehenden, gekrönten,schwarzen Adler mit rother ausgeschlagener Zunge, goldenem Schna-bel, goldenen Kleestengeln in den Flügeln und dem gekrönten,goldenen Namenszuge FR auf der Brust, und der linke zwei zuge-spitzte, von Blau und Silber mit gewechselten Farben quer getheilteBüfTelshörner. Die Helmdecken sind blau und silbern, und denSchild hallen zwei auswärtssehende rothe Greife mit durch dieHinterfüsse geworfenem Schweife. — Abdrücke von Petschaften. —Wappenb. d. Preuss. Monarchie, J. 30. — Pommersches Wappenb.,II. XXXIII. — Dienemann, S. 345. — Brüggemann, I. S. 148.
Preussen. Eins der ältesten und bekanntesten Adelsge-schlechter Ilinterponimerns, dessen gleichnamiges Stammhaus imGreiffenberger Kreise liegt. Dasselbe kommt urkundlich schon im14. Jahrb. vor, erlangte vom 15. Jahrb. an grossen Grundbesitzund vom 113. Jahrb. an sind mehrere Sprossen desselben in kur-brandenburgischen und später in k. preuss. Hof- und Staatsdienstenzu hohen Ehrenstellen und Würden gelangt. Adolph Carl v. Carnitz,k. preuss. Legationsrath, Herr auf Carnitz, Neides, Nitznow, Mötzow,Gützelfitz und Gross-Zapplin, wurde vom Könige Friedrich II. vonPreussen, 2. Jan. 1761, in den Grafenstand erhoben und zum k.preuss. Kammerherrn-ernannt. Derselbe, Canzler des Johannitcr-ordens etc., lebte später, nachdem er 1798 seine Güter an denKammerherrn von Brockhausen verkauft halte, zu Frankfurt a. d. 0.und beschloss hier, 7. Dec. 1808, den Stamm des alten, so ange-sehenen Geschlechts. Den reichen Nachlass erbte die Familiev. Haxthausen.