in Roth ein silbernes, zehnendiges Hirschgeweih mit seiner Kronezu sehen ist. Der Hauptschild wird wie oben angenommen. Aufdemselben stehen drei Helme: der mittlere, gekrönte trügt mitroth - silberner Decke einen geschlossenen, die Sachsen rechtskeh-renden Adlersflug, vorne silbern, hinten roth, der rechte den Stein-bock wachsend, und der linke den beschriebenen Hut. — Somitnjebt das Geneal. Taschenb. d. freib. Häuser nur das Wappen derFreiherren v. Bodmann-Möggingen. Dasselbe findet sich in denSappl, zu Siebm. Wappenb., II. 13. 2. — v. Ilattstein, III. Tab. 9,lässt die Bücke einwärts springen, der Schild trägt zwei Helme,und der Hut sieht einem Trinkgeschirr mit spitzem Deckel ähnlich.— Einzinger v. Einzing, Tab. 3 p. 165, giebt den Steinbock alsStammwappen und lässt denselben links aufspringen. — Gauhe, 1.S. 177—179. — v. Hellbach, I. S. 157.
Württemberg, Baden. Altes schwäbisches Adelsgeschlecht,welches nach Bucelini, Burgermeister u. A. von den alten Grafenv. Lindau am Bodensee entsprungen und dessen Ahnherr von demHerzoge Varin in Alemannien um 720 zum Burggrafen auf demSchlosse Bodmann am Bodensee eingesetzt worden sein soll, nachwelchem Schlosse sich die Nachkommen genannt hätten. — Cast,Adelsb. d. Grossherz. Baden, S. 56, vernnithet, dass das Geschlechtim Stamme der Grafen v. Bregenz wurzele, deren einer schon um879, zur Zeit des Kaisers Carl des Dicken, auf dem Schlosse Bod-mann gelebt habe. Caspar v. B., welcher sich unter Kaiser Hein-rich I. gegen die Ungarn hervorgethan, kommt 939 auf einem Tur-niere zu Magdeburg vor. Er trug bei demselben auf Helm undSchild den Steinbock, das Zeichen rhätischer Herkunft seiner Vor-fahren, und die drei Lindenblätter von Lindau, welches zum Gauder Bregrenzer Grafen gehörte. — Mit Hans v. B., dem SohneUlrichs, welcher 996 dem Turniere zu Braunschweig beiwohnte,fing das Geschlecht an, zum Tlieil sich v. Bodmann und Hohen-bodmann zu schreiben. Letzteres ist jetzt ein Dorf auf dem jen-seitigen Ufer des Ueberlinger Sees mit einer Schlossruine undeinem hohen Thurme, steht aber der Familie nicht mehr zu. —Zahlreich blühend und geachtet läuft dieselbe durch das ganzeMittelalter fort. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts trenntesich der Stamm, indem die Nachkommen der Brüder Wildhans undFrischhans v. B., jene die Burg Bodmann, diese Mükingen (Müggin-gen) zum beständigen Sitze wählten. Von diesen beiden Haupt-ästen entstanden später einige Nebenzweige: die Bodmann zu