Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
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459
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v. Weissenbach., Freiherren.

Im silbernen Schilde ein vorwärts gekehrter, schwarzer Büf-felskopf mit schwarzen Hörnern, nach der Linken ausgeschlagenerrother Zunge und aus den Ohren hervorgehenden, roth-goldenenFeuerflammen. Den Schild bedeckt die Freiherren kröne, auf wel-cher ein Hehn steht, welcher zwei von Schwarz und Silber mit ge-wechselten Farben quer getheilte Büffelshörner trägt. Die Hehn-decken sind schwärz und silbern. Das Stamm wappen ist hiernach Siebmacher, I. 161, welchem auch v. Meiling, I. S. 652, gi*folgt ist, beschrieben. Die von Einigen übersehenen, aus den Ohrendes Büflelkopfes hervorgehenden Feuerflammen gehören wesentlichzu dem Wappen. Knauth, S. 591 u. 592. Gauhe, I. S. 2S202824. Zedier, LIV. S. 1242. v. Hellbach, 11. S. 704.

Sachsen. Laut amtlicher Bekanntmachung d. d. Dresden,21. Febr. 1853, haben Se. K. Majestät von Sachsen in besonderemBetracht der von weil. Kaiser Maximilian I. dem gesummten Ge-schlechte v. Weissenbach durch Verleihung des Reichs-Erbritler-standes ertheilten höheren Adelswürde allergnädigst geruhet, denDirector der Ober-Rechnungskammer und Geh. Finanzrath, Geh.Rath Carl Adolph Hermann v. Weissenbach als dem Freiherren-stande des Königreichs Sachsen angehörig anzuerkennen und ihmfür sich und seine Nachkommen die Berechtigung zur Führung desfreiherrlichen Titels beizulegen. Sebr altes sächsisches Geschlecht,aus welchem Hans v. W. als Genosse des 1019 zu Trier gehaltenenTurniers genannt wird. Wolf und Conrad lebten im Anfange des12. Jahrhunderts, und Ersterer wohnte 1119 dem Turniere zuGüttingen bei. Als Stammgut wird der Rittersitz Weissbach beiSchmollen im Altenburgischen angenommen, auf welchem 1217Heinrich v. W. urkundlich erscheint. Das Stammgut blieb bis1570 im Besitz der Familie. Johann v. W. war von 1476 bis1487 Bischof zu Meissen, Paul von 1447 bis 1451, und Hermannvon 1471 bis 1477 Amtshauptmann im Voigtlande. Im Jahre1506 ertheilte Kaiser Maximilian I. (s. oben), nach Abgang dererv. Meldingen, der Familie in der Person Ottos v. W., welcher sichin kaiserlichen Kriegsdiensten durch besondere Tapferkeit sebr her-vorgethan batte, für den jedesmaligen Senior die Würde eines dervier Erbriller des heil. röm. Reichs". Die Familie, aus welcherSprossen in k. säclis. Hof- und Staatsdiensten zu grossem Ansehengekommen sind, ist jetzt in Sachsen reich begütert.

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