Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
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Schild quadrirt und mit Mittelschilde versehen und es kam ein zwei-ter Ilelm als linker (s. u.) hinzu, und neuerlich wurden die Wap-penbilder der Felder des Hauptschildes theils versetzt, theils ver-ändert, und es wurde ein dritter Helm, als linker, hinzugesetzt, aufwelchem sich der Schmuck des Stammwappens wiederholte. DasStammwappen giebt Siebmacher, I. 116 (der vordere Schwanenhalsreicht iiber den hinteren), das zuerst vermehrte aber v. Hattstein,11. S. 419, und nach demselben v. Meding, I. S. 610. Der Schildist geviert mit Mittelschilde. Feld 1 und 4 zeigt das Stammwap-pen, Feld 2 und 3 und Mittelschild, sämmtlich blau, zwei ins An-dreaskreuz gelegte, goldene Schwerter. Auf dem Schilde stehenzwei gekrönte Helme, der rechte trägt die Schwäne des Stamm-wappens, der linke einen wachsenden, einwärtssehenden, doppeltgeschweiften, goldenen Löwen. Die Helmdecken sind golden undblau. Dieses Wappen geben auch die Suppl. zu Siebm. Wappenb.,IV. 26, und zwar mit dem Namen: F. II. Thum v. Neuburg, nursind die Helmdecken rechts schwarz und golden, und links blauund golden. v. Meding, I. S. 610, hat das Wappen besprochen.

Württemberg. Eins der ältesten schwäbischen Ritterge-schlechter, welches nach Einigen aus Italien nach der Schweiz insBündtner Land mit dem Namen della Tomba gekommen, nach An-deren aber schwäbischen Ursprungs von den Herren v. Winterstettensein soll. Hans Thumb lebte um 1383 als Herr v. u. zu Köngenund war mit einer Tochter aus dem gräflichen Hause Aichelbergvermählt, wodurch nach Erlöschen des Aichelbergischen Mannsstam-mes umfangreiche Güter an die Familie kamen. Noch grösser wurdeder Grundbesitz zu Anfange des 16. Jahrhunderts durch HansensUrenkels Sohn, den geschichtlich sehr bekannten württ. Kammer-meister Conrad v. Tb., welcher die Herrschaften Stettenfels undGruppenbach erwarb. Letzterer erhielt auch, 14. Aug. 1508, vomHerzoge Ulrich von Württemberg das Landmarschallamt erblich mitder Herrschaft Stetten im Remsthale. Friedrich Albrecht war1609 Ritter-Hauptmann, des Cantons Neckarschwarzwald, welchemdie Familie von jeher einverleibt gewesen ist. Derselbe war dererste, welcher sich des Freiherrenprädicats bediente, doch ist Nähe-res über die Erhebung in den Freiherrenstand nicht aufzufinden. Die Familie besitzt jetzt die Rittergüter Ilammetweil und Unter-boihingen im Schwarzwaldkreise, auch steht derselben das Erbmar-schallamt im Königreiche Württemberg zu, welches der jedesmaligeSenior der Familie bekleidet.