Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
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Ohren und drei braunen Flecken am Leibe. Auf dem Schilde stelltdie Freiherrenkrone, und auf derselben erheben sich drei gekrönteHelme. Der mittlere trägt den Bracken des Schildes, dessen Kopfmit einer Krone bedeckt ist, an welcher rück- und schräg abwärtsgeneigt zwei an einander stehende, goldene Mauern, jede mit drei,an der oberen nach oben, an der unteren nach unten gekehrtenZinnen, befindlich sind. Der rechte Helm trägt einen die Sachseneinwärtskehrenden, rothen, der linke einen silbernen Adlersflilgel.Die Heinidecken sind roth und silbern, den Schild halten zwei aus-wärtssehende, silberne, braun gelleckte Bracken, und die Devise ist:(Konstantia vincimus. Schild und mittlerer Helm enthalten dasStammwappen: Alles Uebrige ist bei Erhebung in den Freiherren-stand hinzugekommen. Abdrücke von genau gestochenen Pet-schaften mit dem Stamm- und freiherrlichen Wappen. Geneal.Taschenb. d. freih. Häuser, 1853. S. 471, und 1855. S. 626.Gauhe, I. S. 2531: v. Termo. v. Ilellbach, II. S. 574. N.Preuss. Adelslexicon, IV. S. 262 u. 263.

Preussen, früher Sachsen. Der Landesälteste im Calau-schen Kreise des Markgrafenthums Niederlausitz Heinrich AdolphGustav v. Thermo, später Landesältester des Markgrafenthums Nie-derlausitz und k. preuss. Landrath, Herr auf Lipten, wurde vomKaiser Franz II., laut Diploms d. d. Wien, 9. Nov. 1804, in denReichsfreiherrenstand erhoben. Sehr alte Adelsfamilie der Nie-derlausitz, welche früher zu der unmittelbaren Reichsritterschaft amRhein gehörte und im 13. Jahrhunderte mit dem deutschen Ordennach Preussen kam. Werner v. Tb. besass schon 1414 Güter imBrandenhurgischen, und der Urenkel desselben, Melchior, war um1559 Comlhur des deutschen Ordens zu Weissenburg. Die Frei-herren v. Thermo beginnen ihre Ahnenproben mit Johann Zachariasv. Th., Herrn auf Terpt, dessen Urenkel, Christian Theodor Wil-helm v. Th. und der oben genannte Heinrich Adolph Gustav Frei-herr v. Th. die Stifter zweier Linien wurden. Ersterer, Herr aufStarazella, Zieckow und Kaule, gründete die ältere, in seinen Kin-dern und Enkeln auf den genannten Gütern noch jetzt blühendeadelige Linie, Letzterer aber stiftete die freiherrliche Linie, welchein der Niederlausitz mit Lipten begütert ist.

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