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1 (1855)
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und aus dem linken rechtssehend der Leopard auf. Die Deckendes mittleren Helmes sind schwarz und golden, die des rechtenioth und silbern, und die des linken schwarz und silbern. DenSchild hält rechts ein einwärtssehender, roth gekrönter und be-wehrter, schwarzer Löwe mit rother ausgeschlagener Zunge undaufgerichtetem, dreigetheiltem Schweife, links aber ein einwärts-sehender, silberner Hund mit dreigetheiltem Schweife und mit rotherausgeschlagener Zunge, dessen linkes Ohr mit einem von Silberund Schwarz gevierten, kleinen Schilde (Ilohenzollern) belegt ist.Unter dem Schilde fliegt ein gelhes Band mit der Devise in Schwarz:Dulden und nicht dulden. Abdrücke von Petschaften und neuereAbbildungen des Wappens aus der Familie. Geneal. Taschenb.d. freih. Häuser a. a. 0. Nachrichten Uber die gesummte Fami-lie geben Sinapius, II. S. 451454; Zedier, XL. S. 93; Gauhe,I. S. 2457 u. 2458; v. Hellbach, I. S. 535; N. Preuss. Adclslexic.,IV. S. 237 u. 238.

Das Wappen der Grafen v. Stillfried-Rattonitz, welche aus derersten preussischen Linie (s. oben) hervorgegangen sind, findet sichin den deutschen Grafenhäusern der Gegenwart, II. S. 513, so, wiedasselbe gewöhnlich angenommen wird. Das Kreuz im 1. Felde istvon goldenen Lilien beseitet, der Querbalken im 2. Felde ist vonSilber und Roth in zwei Reihen, jede zu fünf Feldern, geschachlund oben und unten mit einem schmalen, silbernen Rande einge-fasst; der schwarze Schildesl'uss in der unteren Schildeshälfte istmit silbernen Fäden schräg kreuzweise übergittert, über dem Schildestellt die Grafenkrone; der Leopard (oder Panther) auf dem rech-ten Helme sieht einwärts, die Decken des mittleren Helmes sindschwarz und golden, die des rechten schwarz und silbern, und diedes linken roth und silbern, und den Schild, welchen zwei aus-wärlssehende Leoparden halten, umfliegt ein rother Wappenmantelmit goldenen Fransen und weissem Futter.

Preussen, Oesterreich. Bernhard v. Stillfried und Ratto-nitz, Herr der Herrschaft Neurode, königl. Mannrechtsbeisitzer derGrafschaft Glatz, wurde vom Kaiser Leopold I., laut Diploms d. d.Wien, 29. Dec. 1680, unter Vereinigung der angeerhten Wappenderer v. Werder und Schienz, v. Tschischwitz und v. Wahlitz mitdem angestammten Wappen, in den erbländisch-böhmischen Frei-herrenstand erhoben. Sehr altes, ursprünglich böhmisches Adels-geschlecht, dessen Abstammung von dem przemisl'schen HerzogeStoyniir (d. h. Stillfried) in Böhmen um das Jahr 896 abgeleitet