Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
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365
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Mitte nach links. Auf dem Schilde stellt ein, mit einem von Rothund Silber sechsmal gewundenen Wulste bedeckter Helm, welchereine rechts gekehrte, gestürzte, von einem rothen Pfeile schrägrechtsdurchschossene (so dass die Spitze nach links steht), schwarzeSturmhaube trägt, welche rechts mit drei Straussenfedern, grün,roth und silbern, links aber, und zwar abstehend von den nachrechts gekehrten Federn, mit einer rothen Straussenfeder bestecktist. Die Helmdecken sind roth und silbern. Abdrücke von Pet-schaften. Wappenb. d. Kgr. Hannover, C. 27 (mit aus silbernen,dreifach roth umwundenen Füllhörnern aufsteigenden, einwärts-sehenden, bärtigen Mannsköpfen, welche eine, von einem Pfeildurchschossene und mit Federn besteckte, schwarze Sturmhaube,ganz wie die auf dem Helme des Wappens stehende, tragen, alsSchildhaltern. Die Sturmhaube des rechten ist schräglinks, die deslinken schrägrechts von dem Pfeile durchschossen, und die Deviseist: wagen gewinnt). Micrael, VI. S. 521, sagt kurz: drei rotheQuerbalken mit Blumenwerk im Weissen. Auf dem Helme eineumgekehrte Sturmhaube, durch welche ein Pfeil geht, und obendrei Straussenfedern. Siebmacher, V. 162, belegt die Balkenmit Weinranken und nimmt die Federn grün, silbern, roth an.v. Meding, I. S. 484, sieht zuerst auf Micrael und beschreibt danndas Wappen nach einer alten Zeichnung. Jede Ranke trägt dreiTrauben, wie beschrieben, der Wulst ist von Silber und Roth ge-wunden, die Sturmhaube blau, der Pfeil golden: das Uebrige wieoben. Eine andere Zeichnung ergab an jeder Raute zwei nieder-wärts hängende Weinbeeren, die Sturmhaube sah eher wie ein Bootaus, und war quer durchstochen.. Gauhe, I. S. 1876. v. Hell-bach, II. S. 314. N. Preuss. Adelsl., IV. S. III u. 112, nachSiebmacher. Freih. v. d. Knesebeck, S. 238.

Preussen, Hannover. Altes pommersches Adelsgeschlecht,welches sich später auch in der Neumark ausbreitete und begütertwar. Dasselbe soll nach Einigen ursprünglich aus Braunschweigstammen und schon im 12. Jahrhunderte vorgekommen und früherRhäden, Rhoden und Rhüden geschrieben worden sein. Ueberdie Verpflanzung der Familie nach Hannover giebt Freih. v. d.Knesebeck an, dass dieselbe mit dem Obersten August Friedrichv. Rhüden zu Anfange des 18. Jahrhunderts in die hannoverschenLande gekommen sei.