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1 (1855)
Entstehung
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356
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Preussen, Meklenburg. Eine der ältesten märkischenAdelsfamilien, welche Angeli zu denjenigen zählt, die sich 926 inder Mark Brandenburg, nach Vertreibung der Wenden, nie-dergelassen haben, während Andere sagen, dass dieselbe ausSachsen nach den Marken gekommen sei. Als Stammhaus wirdgewöhnlich Randau im Magdeburgischen, wo, so wie im Anhalt-schen, die Familie sonst blühte, angenommen. Nach Beckmann(Anhalt. Histor., P. III. p. 226, 228 u. 229) erscheint Gero v. Ran-dow urkundlich 1200, Gero v. R., Sohn, 1270, und Hermann v. R.1300. Aus den Marken, wo die Familie namentlich in der Alt-mark begütert war, kam dieselbe nach Schlesien, später nach Mek-lenburg, Pommern etc. In Schlesien war dieselbe besonders imOelsischen angesessen, und ist noch jetzt in Meklenburg und Pom-mern begütert.

v. Reckow.

Im silbernen Schilde ein nach der rechten Seite schreitender,schwarzer Bär. Auf dem Schilde steht ein Helm, welcher drei ne-ben einander stehende, sechsstrahlige, goldene Sterne trägt, aufwelche drei goldene Knebelspiesse mit den Spitzen aufstossen. Dermittlere Spiess steht gerade, die äusseren seitlich. Die Helmdeckensind schwarz und silbern. Abdrücke von Petschaften. Poinm.Wappenb., I. S. 138 u. 139 und Tab. LI. Micrael, VI. S. 521. Brüggemann, I. S. 170. Siebmacher, V. 162, tingirt dasFeld blau und die Helmdecken blau und silbern. Gauhe, II. S.1826. v. Hellbach, II. S. 296. Das N. Preuss. Adels!., IV. 95,giebt aber, da Brüggemann citirt ist, wohl nur in Folge eines Druck-fehlers, an, dass die Spitzen der Spiesse aufwärts gerichtet wären.

Preussen. Alte pommersche Adelsfamilie, welche aber niezu den sehr gliederreichen Geschlechtern gehört haben mag. Die-selbe erscheint urkundlich zuerst zu Ende des 15., wo Jarislav R.,Ritter, um das Jahr 1490 aufgeführt wird, und namentlich im An-fange des 16. Jahrhunderts. Die Familie ist in Pommern im KreiseStolp, Rummelsburg und Neu-Stettin begütert.