343
Pritthiz, Prep Ii lz, Prautilz etc. geschrieben wurde und welche sichschon um das Jahr 1103 in Schlesien und Polen niedergelassenhaben soll. Als Ahnherr wird, nach einer Familiensage, ein slavi-scher Krieger, Holub (auf Deutsch: Tauber), angegeben, welcher alsSchachspieler berühmt war und von einer Mohrenkönigin zum Wett-spiele aufgefordert wurde. Derselbe gewann das Spiel und warf,wie verabredet worden war, das eiserne Schachspiel der Königinan den Kopf. Davon soll der Name: Brettwitz (klug, erfahren,witzig im Bretspielej und das Wappen: das Schachhret im Schildemit der blutenden Mohrin auf dein Helme, kommen. — Iloygerusde Pritthiz erscheint urkundlich um das Jahr 1316 unter dem Her-zoge Boleslaus zu Liegnitz, und Petrus de Prittwitz wird 1324unter dem Herzoge Heinrich VI. zu Breslau genannt. — Im15. Jahrhunderte erwarb die Familie das Gut Gaffron im Warten-bergischen, nach welchem alten Stammhause sich noch jetzt meh-rere Glieder des Geschlechts schreiben. Aus dem genannten Hauseverpflanzte sich im 16. Jahrhunderte abermals ein Zweig nachPolen und kam in diesem Lande zu grossem Ansehen. — InSchlesien breitete sich die Familie immer weiter aus, erlangtegrossen Grundbesitz und kam auch in die Mark. — Der Name:v. Prittwitz ist durch mehrere Träger desselben in die Geschichtedes Königreichs Preussen sehr ehrenvoll verflochten. Johann Bern-hard v. Prittwitz u. Gaffron, später k. preuss. General der Caval-lerie, entriss in der Schlacht hei Cunnersdorf den König Friedrich II.von Preussen den grossen Gefahren, welche das Leben des Königsbedrohten, und brachte denselben in Sicherheit, woher sich die be-kannten Worte des grossen Königs schreiben: „Prittwitz hat mich,Leslwitz (in der Schlacht bei Torgau) den Staat gerettet."
v. Proff-Irnich, Freiherren.
Schild geviert mit Mittelschilde. Im mit einer siebenperligenFreiherrenkrone bedeckten, goldenen Milteischilde drei neben ein-ander schrägrechts und aufwärts gelegte, natürliche, blaue Barschen(Barsche) mit rothen Flossen (Stammvvappen). 1 und 4 von Blauund Silber in acht Reihen, jede zu 8 Feldern, geschacht (angeerb-tes Wappen derer von Menden); 2 und 3 in Silber, nach anderenAngaben in Gold, ein schwarzer Querbalken, über welchem ein