Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
Seite
331
Einzelbild herunterladen
 

331

Wappen. Auf ersterein sind die Quasten des Kissens ebenfallsroth, letzteres Wappen stimmt ganz mit dem Wappenb. d. Königr.Bayern. Ein zweites freiherrliches Wappen theilt Tyroff, II. 72,mit dein Beisatze: Aloysische Linie, mit. Der Schild ist geviert: 1und 4 das Stammwappen; 2 und 3 in Silber ein einwärts gekehr-ter, doppelt geschweifter, rother Löwe, welcher mit beiden Vorder-pranken einen goldenen Reichsapfel vor sich hält. Auf der denSchild bedeckenden, fiinfperligen Krone erheben sich drei Helme,von welchen der mittlere und der linke gekrönt sind. Auf demmittleren steht eine nach rechts fliegende, zweispitzige Fahne,welche mit den Wolfsangeln des 1. und 4. Feldes belegt ist; derrechte Helm trägt die mit sieben schwarzen Federn, von denendrei sich rechts, vier links wenden, besteckte Wolfsangel des Stamm-helmes auf dem Kissen, und aus dem linken Helme wächst derLöwe des 2. und 3. Feldes mit dem Reichsapfel auf. Schild undHehn umfliegt ein mit silbernen Fransen und Quasten geschmück-ter, weiss gefütterter, rother Wappenmantel. Siehmacher, I. 43,Tyrolische: Die Pflaumer, besteckt die Wolfsangel auf dem Helme mitsechs schwarzen Hahnenfedern. Alois v. Pflummern, Chronikder Herren v. Pflummern. ßiherach, 1795. Gauhe, I. S. 1604:Pfläumern. v. Lang, S. 201 u. 202. v. Hellbach, IL S. 228u. 229.

Württemberg, Bayern. Altes schwäbisches AdelsgeschlechL,ia welches der Freiherrenstand durch mehrere Erneunungen kam.Der Stammsitz des Geschlechts ist das in Oberschwaben, in derehemaligen Grafschaft Vöhringen gelegene Dorf Pflummern, unweitRiedlingen. Als ältester Stammherr wird Pilgrain v. Pflummern,Ritter, um 1180, genannt. Walter und Friedrich v. Pflummern,Brüder, kommen 1227 als Zeugen vor, und 1282 werden Peterund Walter als Truchsesse genannt. Zu Anfange des 14. Jahrhun-derts verliess die Familie ihren Stammsitz und begab sich nachder ehemaligen Reichsstadt Riberach, aus welcher sie sich späternach Ueberlingen und Augsburg verzweigte. In jeder dieser Städtegelangten Glieder des Geschlechts zu den ersten Rathsstellen, auchwidmeten sich mehrere Söhne und Töchter der Familie dem Diensteder Kirche, namentlich in den Stiftern Constanz, Augsburg undZwiefalten. Andere Sprossen des Geschlechts bekleideten wichtigeStaats- und Hofämter. Peter, k. k. Oberst und Mitglied derschwäbischen unmittelbaren Reichsritterschaft, wurde vom KaiserFerdinand 111., 5. Mai 1640, in Anerkennung seiner und seiner