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V. Lohr, Freiherren.
Im silbernen Schilde ein blauer Querbalken, oben von zwei,unten von einem liosenzvveige mit drei rothen Rosen an blätterigenStielen begleitet. Den Schild bedeckt eine fünfperlige Freiherren-krone, auf welcher drei gekrönte Helme stehen. Der mittlere trägteinen aufwachsenden, vorwärtssehenden Mann in rother, unten drei-mal ausgezackter Kleidung mit langen, weiten, bis an den Ellbogenoffenen Spitzärmeln und goldenen Knöpfen und mit rother, silbernaufgeschlagener, den Zipfel links kehrender Mütze, welcher in der,an den Leib gelegten Rechten ein Schwert emporhält, die Linkeaber in die Seite setzt. Auf dem rechten Helme stehen dreiStraussenfedern, roth, silbern, rotb, und auf dem linken zwischeneinem offenen Fluge, dessen rechter Flügel blau, der linke silbernist, ein Rosenzweig wie die im Schilde. Die Helmdecken sind rechtsblau und silbern, links roth und silbern, und den Schild haltenzwei auswärtssehende, goldene Löwen. — Abdrücke von Petschaf-ten aus der Familie. — Wappenb. d. Oesterr. Monarchie, XL 75.— Tyroff, IL 270. — Hyrtl, I. S. 87—89. — Geneal. Taschenb.d. freiherrl. Häuser, 1848. S. 234, und 1855. S. 354 (die Rosen-zweige werden als Rosenbouquets gegeben, der Mann auf demmittleren Helme trägt eine rothe, mit Silber eingeschlagene Kopf-haube, und der rechte Flügel des Flugs auf dem linken Helme istsilbern, der linke blau). — Megerle v. Mühlfeld, S. 67. — v. Hell-bach, II. S. 63.
Oesterreich. Erbländisch österreichischer Freiherrenstand,laut Diploms d. d. Wien, 26. Sept. 1772-, für den k. k. StaatsrathJobann Friedrich v. Lohr, später k. k. Geh. Rath und nieder-österr.Appellations-Präsident. — Werner L., Stadtschultheiss zu Mainz, er-hielt mit seinen Agnaten vom Kaiser Carl V. durch Diplom d. d.Augsburg, 13. Juni 1521, den Reichsadel, und die aus der Familiestammenden Gebrüder, Johann Friedrich Werner L., kurmainz. Ilof-und Revisionsrath, später Geh. Rath und Gesandter am oberrheini-schen Kreise, und Anselm Franz Joseph, kurmainz. Hofkammerrathund Reichspostmeister zu Wetzlar, erlangten vom Kaiser Carl VI.,laut Diploms d. d. Wien, 19. April 1728, die Restätigung des ihnenzustehenden Adels und Wappens mit Erhebung in den Reichsritter-stand. Von Anselm Franz Joseph Reichsritter v. L. stammte der obengenannte, in den Freiherrenstand erhobene Johann Friedrich Frei-herr V.L., welcher 17. Juli 1769 die Aufnahme in das Consortium