Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
Seite
230
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Keck (Kheck) v. Schwartzbach.

Im schwarzen Schilde ein rechtsgekehrter, doppelt geschweif-ter, goldener Lowe mit rother ausgeschlagener Zunge. Auf demSchilde steht ein gekrönter Hehn, aus weichein vor einem offenenschwarzen Adlersfluge der Löwe des Schildes mit vor sich gewor-fenem Schweife aufwächst. Die Helmdecken sind schwarz und gol-den. Abdrücke von älteren, genau gestochenen Petschaften.Neuerlich kommt der Löwe auch gekrönt vor. Dorst, Allgein.Wappenb., I. S. 94. Wappenb. der Säcbs. Staaten, II. 77 (derLöwe im Schilde mit einfachem Schweife, auf dem Helme ohneSchweif).

Preussen, früher auch Sachsen. Alte, ursprünglich böhmi-sche Adelsfamilie. Hans Khekh erhielt wegen seiner, dem KaiserMaximilian I. treugeleisteten Kriegsdienste mit seinem Sohne Michael,welcher sich bei dein Oberbauschreiberamte am kais. Schlosse zuPrag sehr verdient gemacht hatte, vom Kaiser Ferdinand 1., Ii. Dipl.d. d. Prag, 2. Nov. 1561, von Neuem einen erblichen Wappenbrief,und später bestätigte Kaiser Rudolph II. dem genannten MichaelKheck, welcher sich als Bauschreiber des kais. Schlosses zu Pragsehr treu und tüchtig bewiesen und sich sonst auch im Kriege undFrieden sehr verdient um das kaiserliche Haus gemacht hatte, denuralten Adel aufs Neue und zwar mit Verbesserung des Wappens.Dies verbesserte Wappen ist das oben beschriebene, welches jetztdie Familie führt. In dem vom Kaiser Ferdinand I. erlheilten Wap-penbriefe war der schwarze Schild von einem schräglinken, vonSilber und Roth sechsmal quer getheillen Balken durchzogen undhinter demselben fand sieb ein nach der rechten Seite streitender,goldener Löwe, welchen die Beschreibung als ungekrönt, die Ab-bildung aber als gekrönt gab. Auf dem Schilde stand ein gekrön-ter Stechhehn, aus welchem der Löwe zwischen einem offenen Ad-lersfluge aufwuchs. Der rechte Flügel war schräg von Gold undSchwarz und der linke von Schwarz und Göhl getheilt, und derrechte mit einem schrägrechten, von Roth und Silber sechsmal,der linke aber mit einem schräglinken, von Silber und Roth sechs-mal quer gelheilten Balken belegt. Die Hehndecken waren rechtsroth und silbern, links schwarz und golden. Im 18. Jahrhundertewaren Glieder der Familie mehrfach Beisitzer der k. böhm. Land-tafel, und später ist die Familie auch nach Sachsen und Preussengekommen.