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1 (1855)
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196
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v. Herder, Freiherren.

Im rothen Schilde auf grünem Boden ein rechtsgekehrter,weiss gekleideter Schäfer, in der Rechten mit senkrecht gehaltenemSchäferstabe, nach hinten übergehangenem Quersack und an derlinken Seite herabhängender Flasche. Den Schild deckt die sieben-perlige Freiherrenkrone, und auf derselben erhebt sich ein gekrön-ter Helm, welcher einen offenen, von Roth und Silber, mit gewech-selten Tincturen quergetheilten Adlersflug trägt, zwischen welchemder Schäfer des Schildes aufwächst. Die Helmdecken sind rotliund silbern und den Schild halten zwei vorwärts sehende Berg-knappen im Festanzuge der sächsischen Bergleute. Abdrücke vongenauen Petschaften aus der Familie. Bei Erhebung in den Frei-herrenstand wurde das Stammwappen unverändert beibehalten undnur Freiherrenkrone und Schildhalter kamen hinzu. Das Stamm-wappen giebt das Wappenb. des Königsreichs Bayern, Bd. VI. Tab.8. 1. Der Schäfer ist sehr deutlich dargestellt, doch ist derselbelinks gekehrt, hält in der Rechten den Schäferstab und trägt nureine Tasche an der rechten Seite. v. Hefner, II. 97 und S. 84,stellt den Schäfer, welcher den Schäferstab in der Linken hält,nach der rechten Seite. Die Angabe im Dresdner Calendcrz. Gebr. f. d. Res. (1848. S. 143), nach welcher die Schihles-figur ein Pilger ist, ist, wie die ganze Beschreibung des Wappens,unrichtig. v. Lang, S. 378 und Nachtrag, S. 108. v. Ilell-bach, I. S. 541.

Sachsen. Sigmund August Wolfgang v. Herder, k. säcÜS.Oberberg- und Hiittenamts-Assessor, auch Bergrath zu Freiberg,später k. sächs. Oberberghauptmann, wurde vom Könige FriedrichAugust I. von Sachsen, im Monat März 1816, in den Freiherrcnstamldes Königreichs Sachsen erhoben. Derselbe war der zweite Sohndes Präsidenten des herz, sachsen-weimarischen Oberconsistoriums,Johann Gottfried Herder, welcher vom Kurfürsten Maximilian Josephvon Pfalz-Bayern, 8. Oct. 1801, den Adel erhielt, und zwar, wiev. Lang, S. 378 angiebt, bei Gelegenheit des von seinen Söhnenerworbenen Rittergutes Stachesried.