Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
Seite
154
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in ihrer Milte von drei Pfauenfedern besteckt ist, angenommen.Siebmacher, I. 25, legt die Hörner in beiden Feldern mit denMundstücken links und giebt in der Declaration dieselben schwarzan, also ohne Beschläge. Der Schmuck des recliLen Helmes wirdals ganz schwarzes ßildlcin mit gelben Hörnern beschrieben, unddas mit dem Mundstück links gekehrte Horn auf dem linken Helmeist in der Mitte mit einem Pfauenwedel besteckt. Die Suppl. zuSiebm. Wappenbuch, V. 14, legen die Hörner sämmtlich mit denMundstücken rechts, aus dem rechten Helme wächst ein roth ge-kleideter Mohrenrumpf mit weissem Kragen und den Hörnern aufdem Kopfe empor, und das Horn auf dem linken Helme ist imSchallloche mit einem Pfauenwedel besteckt. Tyroff, 1. 214,giebt die Hörner ganz wie Siebmacher, setzt auf den rechten Helmeinen purpurfarbenen Rumpf mit gleichen Hörnern, und bestecktdie Schnur des auf dem linken Helme liegenden Ilornes mit demPfauenwedel. Der silberne Pfahl in Roth ist das Stammwappenderer v. Fraunhofen, und dasselbe führen auch die v. Fraunberg.Beide Familien sind ohne Zweifel eines Ursprunges, welche abervon der anderen abslammt, ist ungewiss. .Nach v. Wölckernhaben vielleicht die Fraunhofen die Jagdhörner als Unterscheidungs-zeichen, oder wie Einzinger v. Einzing meint, von den edlen Jägernund Speissern in Tirol angenommen. Haube, I. S. 554. v. Lang,S. 127 u. 128. v. Hellbach, I. S. 379.

Bayern. Thesarus V., Herr v. und zu Alt- und Neu-Fraun-hofen, wurde mit seinein Bruder Martin und seinem Vetter Jacobvom Kaiser Ferdinand I., laut Diploms d. d. Augsburg, 27. Juni1559, in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Eine der älte-sten und vornehmsten Adelsl'amilien Alt-Bayerns, welche bereits800 Jähre im Besitze ihrer alten Stammgüter sein soll. Das Ge-schlecht ist mit den Herren v. Fraunberg, Grafen der Rcichsgraf-schaft Haag, eines Ursprunges, wie schon eine Urkunde von 1241ergiebt (auch lieisst es in dem alten bayerischen Turniergesange:Fraunhoven auserkorn, längst aus Fraunberg geborn), und hattevor allen bayerischen Adelsgeschlechtern die Reichsunmittelbarkeitvoraus, denn wenn letztere auch immer von Bayern bestrittenwurde, so gingen die Fraunhofen doch bis zur Auflösung desdeutschen Reichs beim Kaiser zu Leben und wurden bei den Reichs-tagen aufgerufen.