ein gekrönter Helm, ohne Decken, welcher fünf Straussenledern,wechselnd silbern und blau, trägt. — Abdrücke von Petschaften. —Wappenb. d. Kgr. Bayern, 11. 77. — v. Wölckern, 2. Abth. S. 161u. 162. — v. Hefner, 11. 26 und S. 29 (mit Wappenmantel). —v. Lang, S. 107. — v. Hellbach, I. S. 227 u. 228.
Bayern. Altes Patriciergeschlecht aus Como, welches sichseit länger als 200 Jahren zu Wien und am Rhein durch grosseHandelsverbindungen bekannt gemacht hat. Andreas Getto erhielt1703 den böhmischen Ritterstand, und Anton Cetto, k. bayer. vv.Geh. Rath im ausserordentlichen Dienste, Herr der Gerichte Alten-Eglofsheim, Trifltelling, Langen-Erling und Hellkofen, wurde vomKönige Maximilian Joseph von Bayern, 12. Juni 1812, in den Frei-herrenstand des Königreichs Bayern erhoben.
Y. Charpentier.
Im blauen Schilde ein rechts gekehrter, linkssehender, stehen-der, goldener Hirsch mit zwölfendigem Geweihe auf grünem Rasen,und unter demselben ein brauner Steintrog mit Wasser, welchesüberläuft. Aus dem gekrönten Helme wächst ein im Ellbogen nachrechts gekrümmter, geharnischter Arm, welcher in der Faust einSchwert mit goldenem Griffe nach oben und links hält, zwischenzwei Standarten an goldenen Stangen auf. Die rechte ist blau, dielinke roth, und jede mit zwei goldenen Quasten geschmückt. DieHelmdecken sind blau und golden. — Abdrücke von genau ge-stochenen Petschaften aus der Familie. Meist erscheint auf den-selben der Schild rund mit einer breiten, silbernen, mit goldenenNägeln besetzten Einfassung. — N. Preuss. Adelsl., I. S. 365 (derBrunnen giebt aus drei Strahlen Wasser). — Freih. v. Ledebur, 1.S. 139.
Preussen, früher Sachsen. Der kursächs. Bergrath JohannFriedrich Wilhelm Charpentier, später Berghauptmann und Chefdes sächsischen Bergwesens, wurde vom Kaiser Joseph IL, 11. Juli1784, in den Reichsadelstand erhoben. — Aus der Normandiestammende Familie, welche im Anlange des 17. Jahrhunderts nachSchweden, wo dieselbe noch jetzt im freiherrlichen Stamme blüht,und nach Sachsen kam.