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1 (1855)
Entstehung
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15. Jahrhunderts (1403) vorkommendes, schlesisches Adelsgeschlecht,welches aus Polen nach Schlesien gekommen sein soll. Nach Si-napius hatte der Ahnherr des Geschlechts eine solche Leibesstärke,dass er einen springenden Hirsch hei dem Geweihe ergriff und dieeine Stange desselben abbrach. Daher komme das Wappenbild.Das Stammhaus der Familie in Schlesien war Braucbitschdorf imLiegnitzischen. Im 18. Jahrhundert erwarb die Familie auch inPreussen und der Provinz Brandenburg Grundbesitz. In Sachsenerhielt eine Linie des Geschlechts, welche den Adel früher abgelegthatte, denselben von Neuem. Es wurde nämlich der kön. sächs.Major und Strassen- und Uferhaucommissar B. vom Konige Fried-rich August I. von Sachsen, 10. Febr. 1812, mit zwei Sühnen unddrei Töchtern, unter Bestätigung des v. Brauchitschschen Familien-wappens, in den Adelstand des Königreichs Sachsen erhoben.

v. Braunmühl, Edle.

Im blauen Schilde ein goldenes Mühlrad von acht Speichenund Zacken, welches mit einem vorwärtssehenden und gekröntenMohrenkopfe mit silbernem, helmartig ausgeschnittenem Ilals undBruststücke belegt ist. Auf dem Schilde steht ein gekrönter Helm,welcher zwei Büffelshörner, das rechte von Gold und Blau, daslinke von Blau und Silber quer getheilt, trägt, zwischen welchender gekrönte Mohrenkopf, wie im Schilde, schwebt. Die Helni-deckcn sind blau und silbern. Wappenb. d. Kgr. Bayern, IV. 90. v. Hefner, IL 78 u. S. 70, theilt die Hörner von Gold und Blaumit gewechselten Farben quer, und nimmt mit Recht an den blau-silbernen Ilelmdecken, welche richtiger blau-golden sein würden,Anstand. Sind die Ilörner, wie oben angenommen wurde, tingirt,so könnten wohl die Ilelmdecken auf der einen Seite blau undsilbern sein. v. Lang, S. 302. v. Ilellbach, I. S. 182.

Bayern. Johann Georg Ignaz Braunmühl, Oberamtmann desReichsstifts Wettenhaussen, wurde vom Kaiser Franz I., 6. Oct. 1759,mit dem Prädicate: Edler v., in den Reichsadelstand erhoben.