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Brand v. Lindau.
Schild quer getheilt: oben in Silber ein aufwachsender, grünerLindenbaum, unten ebenfalls in Silber drei schrägrechte, schwarzeBalken. Auf dem Schilde steht ein mit einem von Silber undSchwarz sechsmal gewundenen Wulste bedeckter Helm, welchereinen offenen, silbernen Adlersflug tragt, dessen rechter Flügel mitdrei schräglinken, der linke mit drei schrägrechten, schwarzenBalken belegt ist. Die Ilelmdecken sind schwarz und silbern. —Abdrücke von Petschaften. — Wappenb. d. Sächs. Staaten, I. 81.
— Val. König, I. S. 102—III, nimmt in der Abbildung in derunteren silbernen Schildeshälfte zwei schräglinke schwarze Balkenan, und theilt den Adlersflug auf dem Helme von Schwarz undSilber quer mit gewechselten Farben, in der Beschreibung dagegensagt derselbe (S. 103), dass in der unteren schwarzen Schildeshälftesich zwei linksschräge, silberne Balken fänden, und aus dem Helmemit einem von Silber und Schwarz gebundenen Bunde ein schwar-zer Adlersflug in die Höhe reiche, welcher von silbernen Schräg-balken durchstrichen sei. — Beckmann, Anhalt. Historie, Bd. 7.Tab. A, giebt in der unteren silbernen Schildeshälfte drei schräg-linke, schwarze Balken an und belegt jeden Adlersflügel mit dreisilbernen Querbalken. — Estor, Ahnenprobe, S. 335, folgt Val. König.
— v. Meding, III. S. 77 u. 78, sieht auf Beckmann und König, undsagt dann, dass er ein Siegel gesehen, wo die Flügel schräg belegtwaren. — Suppl. z. Siebm. Wappenb., VIII. 10, belegen den rechtenFlügel mit zwei schrägrechten, den linken mit zwei schräglinken,schwarzen Balken. — Gauhe, I. S. 232 —34. — v. Hellbach, 1.S. 178 u. 79. — Freih. v. Ledebur, T. S. 96.
Sachsen, Preussen. Altes, urkundlich gegen Ende des14. Jahrhunderts vorkommendes, sächsisches Adelsgeschlecht, wei-ches Pecccnstein zu den ältesten Familien im ehemaligen Kurkreiserechnet, und welches später in das Anhaltische, nach Schlesien etc.gekommen ist. Beckmann leitet den Ursprung der Familie aus derSchweiz her, und sagt, dass eine Linie sich nach der Stadt Lindau(Lindow) am Bodensee gewandt, davon den Namen: Brand v. Lin-dau angenommen, in das Wappen, um sich von anderen Linien zuunterscheiden, das Stadtwappen von Lindau, einen Lindenbaum,gesetzt, später aber, im 13. Jahrhundert, sich nach Deutschland be-geben und den Stamm fortgesetzt habe. In Sachsen war die Fa-milie schon vor dem Anfange des 14. Jahrhunderts bekannt, nachAnhalt aber kam dieselbe in der zweiten Hälfte des 17. Jahrb.