Druckschrift 
1 (1855)
Entstehung
Seite
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drei (2 und 1) quergelegte, schwarze Widerhaken (Wolfshaken),deren Haken zur Rechten nach unten, die zur Linken nach obenstehen. Auf dem Schilde steht ein gekrönter Helm, aus welchemrechtssehend der doppeltgeschweifte Löwe der oberen Schildeshäll'teaufwächst. Die Helmdecken sind roth und silbern. Abdrückevon Petschaften. Wappenb. der Preuss. Monarchie, II. 71.v. Hellbach, I. S. 60. N. Preuss. Adelslexic. I. S. 94 (ohne An-gabe des Wappens). Freih. v. Ledebur, Adelslexic. d. Preuss.Monarchie, I. S. 6 u. 7.

Preussen, früher Sachsen. Altes Magdeburgisches Patricier-geschleclit, aus welchem Johann Martin Alemann, Bürgermeister zuMagdeburg, vom Kaiser Rudolph IL, 9. März 1602, mit zehn seinerBrüder und Vettern in den Adelstand erhoben wurde. Diese Er-bebung erkannte Kurfürst Friedrieb III. von Brandenburg 18. März1699 an, und seit dieser Zeit kommen die Glieder der Familie mitdem Adelsprädicate vor. Johann Egidius v. Alemann, gest. 4. Oct.1719, trat in kursächs. Dienste und wurde als k. poln. und kur-sächs. w. Geh. Rath und Vice-Oberbergwerksdircctor vom KaiserCarl VI. 21. Nov. 1715 in den Reichsfreiherrenstand erhoben: eineErhebung, welche in Sachsen 21. April 1716 amtlich bekannt ge-macht wurde. Das freiherrliche Wappen ergab nach Tyrolf I. 271und nach Abdrücken von Petschaften einen gevierten Schild miteiner zwischen dem 3. und 4. Felde eingepfropften Spitze. 1' inBlau eine silberne Bischofsmütze; 2 in Roth den Löwen der oberenHälfte des Stammwappens, und zwar gekrönt; 3 von Silber undBlau viermal schrägrechts gestreift; 4 in Silber die drei Wolfangelnder unteren Hälfte des Stammwappens, und 5 (in der Spitze) einevorwärtssehende, aufwachsende Jungfrau in weisser Kleidung, mitblauem Besatz vorn am Halse und an den kurzen Aermeln, undeinem Kranze auf dem Kopfe. Dieselbe hielt in der Rechten einengrünen Kranz und stemmte die Linke in die Seite. Auf dem Schildestanden zwei gekrönte Helme. Der rechte trug die wachsende Jung-frau der Schildesspitze mit dem Kranze, der linke den wachsendenLöwen des Stammwappens. Nach Allem dürfte die freiherrlicheLinie, wenn nicht schon mit dem Erwerber des Freiherrenstandes,doch in den ersten Gliedern wieder erloschen sein.