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[Hauptbd.] (1824)
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grofse Stadt des Apollo, Apollinopolis magna; es wurde n< : imlich hier derägyptische Horus verehrt. Der grofse Tempel desselben gehört zu den best-erhaltenen Denkmälern der ägyptischen Baukunst, die vorliegenden Flügeldesselben übertreffen alle anderen an Höhe. Sie ragen noch jetzt 70 bis80 Fufs über der Oberfläche empor, und dürften an 30 Fufs tief darunterbegraben seyn. Im Inneren derselben zählte ich nicht sechs Stockwerke vonZimmern, wie Pococke angiebt, sondern neun über und neben einander,und in dem verschütteten unteren Theil finden sich wahrscheinlich nochdrei andere. Ueber dem Thorweg, der beide Flügel verbindet, ist eine Artsteinerner Brustwehr angebracht, wie zur Verteidigung, und oben sind diePlattformen der Flügel ebenfalls mit einer steinernen Wehr umgeben undzwei queerüberliegende grofse Steine scheinen zur Aufnahme von Gerüstengedient zu haben. (Man sehe Tafel XXIX. Fig. 15.).

Nach meiner Püickkehr aus Ober-Aegypten stiefs Herr ttipaut, welcherfür Herrn Drovetti hier Nachgrabungen leitete, auf eine Allee von Sphin-xen, die er Auftrag erhalten hat, ganz zu Tage zu fördern.

Der majestätische mit Säulen umgebene Hof, in welchen man durchjene Tempelflügel gelangt, enthält die Wohnungen von etwa dreifsig Molia-medaner- und Kopten-Familien, und ist durch Mauern und hölzerne Ver-schläge entstellt. Handwerker haben hier ihre Werkstätten, besonders wirdviel irdenes Geschirr verfertigt. Der Porticus des Tempels, von achtzehnSäulen in drei Pieihen, ist zum Theil bis an die Knäufe verschüttet; dieinnern Gemächer, welche zu Vorrathskammern dienen, waren mir unzu-gänglich. Eine 20 Fufs hohe und 6 Fufs dicke Mauer umgiebt den Tempelin einer Entfernung von 12 Fufs, und ist, wie dieser selbst, nebst den Flü-gelgebäuden, Säulen und Portiken, allenthalben mit Bildw r erk und Hiero-glyphen bedeckt; ähnliche Einfassungen haben nur in Nubien sich nocherhalten. Auf der äufseren Tempelwand befindet sich die DarstellungTafel XXIV. Fig. 6. *).

♦) Sie findet sich schon in der Description de FEg. I. pl. 59. fig. 6 ■> ist aber hier zur Erklä-rung von pag. HO. und Tafel XXI. Fig. 2. wiederholt.