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[Hauptbd.] (1824)
Entstehung
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Zeichnung, wegen unzureichender Beleuchtung, mir indefs nicht gelingenwollte. Herr Salt hat bereits die Hälfte derselben skizzirt und wird beieiner künftigen Reise nach Theben die ganze Darstellung vollenden.

An dies Zimmer stöfst noch ein anderes von beträchtlicher Gröfse, des-sen Eingang vermauert, übertüncht und bemalt war, also ganz verborgenbleiben sollte. Im Inneren fand man es ganz angefüllt mit kleinen hölzer-nen schwarzen Idolen, die mit Mumienharz überzogen sind, und wahr-scheinlich bei der Bestattung des Todten von den dabei gegenwärtigenPersonen hier aufgestellt wurden, gleichsam als Schutzgottheiten des Grabes.Die Decke dieses Zimmers wird von zwei Pfeilern unterstützt, und seinebauliche Einrichtung schien mir sehr merkwürdig *). In den andern Kam-mern lagen noch einige gröfsere, eben so überzogene Mumienidole.

Neben und hinter dem Hauptzimmer befinden sich unvollendet geblie-bene Gemächer, und unter der Stelle, wo der Sarkophag stand, öffnet sichein schräg hinabführender Eingang, den man bis auf dreihundert Fufs ver-folgt, aber dann verschüttet gefunden hat. Wahrscheinlich führt er zuKatakomben auf der anderen Seite des Berges, und die Aufräumung dessel-ben dürfte unerwartete Aufschlüsse geben **). Die Mannigfaltigkeit der An-züge und die Abwechselung in den Mustern der Kleidungsstoffe ist in dieserKatakombe besonders bemerkenswerth.

Auch dieses herrliche Grab, das einzige, welches uns noch eine befrie-digende Idee ägyptischer Pracht und Kunst geben kann, wird von einembaldigen Untergange bedroht. Einiges war schon zerstört, als BELzoNi esöffnete, der Deckel des Sarkophags gewaltsam zerschmettert, mehrere Pfei-ler und Stücke des Bewurfs herabgestürzt, und seitdem haben Reisende

*) M. s. Tafel XXVIII. die letzte Figur.

**) Da dieses Grab, als Belzoni es öffnete, schon beraubt, der von ihm gefundene Eingangaber vermauert und unversehrt war, so vermuthet Richardson , dals der erwähnte verschütteteWeg den im Alterthum allein bekannten Zugang des Begräbnisses gebildet habe, der vielleicht miteinem der Prachtdenkmäler der Könige, nach welchen er seine Richtung zu nehmen scheint, inVerbindung stand. Richardson' s travels I. p. 307.