Druckschrift 
[Hauptbd.] (1824)
Entstehung
Seite
188
Einzelbild herunterladen
 

188

Berg Marsouk, wo sich eine kleine Quelle von schlechtem Wasser befand.Abends um 6| Uhr bivouakirten wir bei dem Berge Tarfai.

Den 20sten brachen wir um 5-| Uhr Morgens auf, und kamen übervielen Flugsand, der aber weit fester liegt, als unser nordische. Nach fünfViertelstunden erreichten wir den Berg Mongar-JEl-Dokar, und bivouakirtenAbends um halb sechs Uhr im Sande, an einer Stelle, wo sich für unsreausgehungerten Kameele einiges Futter fand.

Den 21sten machten wir uns schon in der Nacht um 1\. Uhr wieder aufden Weg. Mein Gefahrte, Herr Gruoc , hatte sich erkältet und war sehrunwohl, was von nichts anderem herrührte, als von der Beduinentracht, dieer angelegt hatte. Man mufs schlafen können, wie ein Araber, um in diesemleichten Anzüge sich nicht zu entblöfsen und dem gefährlichen Nachtthauauszusetzen. Um 8 Uhr Morgens rasteten wir an einer Stelle vorwärts desBerges Lubba, der von hier sich gegen Norden hinwendet. Unsere Kameelefanden hier reichliches Futter, allein die einzige nahe gelegene Wasserquellewar verschüttet, und mufste erst mit grofser Anstrengung durch unsereAraber aufgegraben werden. Leider war das gewonnene Wasser trübe, salzigund ungeniefsbar. Einige auf Kundschaft nach Wasser ausgesandte Araberfanden zum Glück in der Entfernung von etwa einer Stunde eine andereQuelle, die zwar trübe, aber doch süfs war. Sie brachten uns einige Schläuchezum gegenwärtigen Gehrauch und zur weiteren Pieise. Diese Quelle führtden Namen Scherf-Abdallah; wie denn überhaupt die Quellen, Zisternenund Brunnen der Wüste häufig nach Personen benannt sind. In der Näheder Quellen fanden wir überall die häufigen Fährten von Gazellen, wildenKühen (gleichfalls einer Antilopenart), Wölfen und Straufsen.

Von hier aus sandte der Scheik seine überflüssigen Effekten auf dreiKameelen, die ich ihm dazu bewilligte, nach Alexandrien zu einer seinerFrauen.

Nach diesem Ruhetag brachen wir am 22sten um 5 Uhr Morgens auf,und kamen anfangs wieder durch stark mit Flugsand bedeckte Strecken, auswelchem hin und wieder Binsen aufschössen. Der Sand war oft zu Wellen,